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Produktion und Förderung

Betriebsmittelkosten nivellieren Preisanstieg

© Gerd Altmann/pixelio
von , am
24.04.2013

Die hohen Betriebsmittelkosten haben 2012 den Preisanstieg für Agrarprodukte von 4,8 Prozent nahezu aufgefressen. Düngemittel schlagen dabei am stärksten zu Buche.

Wieviel kostet die Tonne Harnstoff im Vergleich zu anderen Düngern? © Mühlhausen/landpixel
Der Gesamtindex für landwirtschaftliche Produkte ist im Jahr 2012 um 4,8 Prozent gestiegen. Mit den erreichten 135,9 Indexpunkten verlief der Preisanstieg gegenüber den Vorjahren allerdings etwas abgeschwächt, teilte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit. Durch den parallel verlaufenden Anstieg des Gesamtindex für landwirtschaftliche Betriebsmittel um 4,6 Prozent wurde der Großteil des Preisanstiegs wieder eingebüßt, so die Kammer.
 
Beim laufenden landwirtschaftlichen Verbrauch sind vor allem die Düngemittel mit einem Anstieg um 17,3 auf 195,4 Indexpunkte und die Futtermittel mit einem Anstieg um 12,7 auf 185,8 die absoluten Preistreiber. Langfristig betrachtet nimmt die Landwirtschaft nicht oder nur unzureichend an der allgemeinen Preisentwicklung teil.

Preisindex stieg bei fast allen Produkten

Der Gesamtindex für pflanzliche Produkte ist 2012 auf 153,7 Indexpunkte angestiegen und zeigt damit eine gute Perspektive, teilte die Kammer weiter mit. Der Gesamtindex der tierischen Produkte dagegen lag 2012 mit 124,9 Punkten deutlich niedriger als im pflanzlichen Bereich. Dennoch seien laut der Landwirtschaftskammer auch hier positive Verläufe zu erkennen. Bis auf die Milch mit einem Abstieg um 9,5 Indexpunkte auf einen Stand von 116,8 habe es bei den Indizes für Geflügel, Rinder und Schweine positive Anstiege gegeben. Die Eier fielen besonders auf, ihr Index habe sich von 159,4 auf 197,4 Indexpunkte erhöht. Damit seien die Eier der Spitzenreiter im Preisanstieg.
 

Preisvolatilität bei Kartoffeln und Raps am stärksten

Das Preisniveau für landwirtschaftliche Produkte unterliege starken Schwankungen, da es in globale Märkte eingebunden sei und seit jeher durch natürliche Ereignisse wie zum Beispiel Dürren beeinflusst werde. Die Preisschwankungen der Einzelindizes übertreffen die Schwankungen der Gesamtindizes bei Weitem. Besonders auffallend sind dabei die Verläufe der Indizes für Speisekartoffeln und Raps, wobei sich die Speisekartoffeln im Jahr 2012 mit 96,1 Indexpunkten gegenüber dem Vorjahr nicht verändert haben.
 
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