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Ökolandbau

Bio-Bauern erwirtschaften mehr Einkommen als konventionelle Betriebe

Freilandhühner
am Freitag, 10.04.2020 - 09:10 (1 Kommentar)

Die Bio-Landwirte in Deutschland haben 2018/19 weniger verdient als im Vorjahr - aber immer noch mehr als ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Thünen-Testnetzwerks.

Thünen-Testbetriebe 2018-19

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche soll in Deutschland nach den Vorstellungen der Bundesregierung weiter wachsen. Dies setzt voraus, dass die ökologische Produktion sich für die Betriebe auch lohnt. Das Thünen-Institut veröffentlicht daher regelmäßig die Buchführungsergebnisse aus einem Testbetriebsnetz, in dem ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe miteinander verglichen werden.

Im Wirtschaftsjahr (WJ) 2018/19 erzielten die ökologisch geführten Testbetriebe im Durchschnitt ein Einkommen (Gewinn plus Personalaufwand je Arbeitskraft) von 37.447 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 6 Prozent.

Noch deutlichere Einbußen verzeichneten jedoch vergleichbare konventionelle Betriebe, die im vergangenen Wirtschaftsjahr im Durchschnitt ein Einkommen von 27.453 Euro erzielten. Das waren sogar 17 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein wichtiger Grund für die Ergebnisse sind die Ertragseinbußen durch den trockenen Sommer 2018.

Bio-Betriebe verdienen je Arbeitskraft ein Drittel mehr

Damit übertraf das durchschnittliche Einkommen der Öko-Testbetriebe das Einkommen der konventionellen Vergleichsbetriebe um rund 10.000 Euro bzw. 36 Prozent.

Als Gründe nennt das Thünen-Institut insbesondere die relativ gesehen höheren Ertragsverluste der konventionellen Betriebe sowie ein deutlicher Kostenanstieg für konventionell erzeugte Futtermittel.

Für das WJ 2018/19 wurden die Buchführungsergebnisse von 456 ökologisch wirtschaftenden Betrieben und 2.026 vergleichbaren konventionellen Betrieben herangezogen.

Mit Material von Thünen-Institut

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