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Produktion und Förderung

Bodenbearbeitung für Rapsertrag entscheidend

von , am
20.08.2012

Schon die Aussaat ist für den späteren Rapsertrag entscheidend. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Bodenbearbeitung, den optimalen Aussaattermin und die Sortenwahl an.

Die Bedingungen für die diesjährige Rapsaussaat sind gut.
Die richtige Bodenbearbeitung für kräftige Rapswurzeln ist aus Sicht der Rapool-Ring GmbH einer der Schlüssel zum Ertrag beim Anbau der schwarzen Ölfrucht. Wie das Isernhagener Unternehmen mit Blick auf die Rapsaussaat 2012 mitteilte, liegt das Ziel in einer maximalen Durchwurzelungsfähigkeit der jungen Rapspflanzen im Herbst, was die "Basis für Höchsterträge" bilde.

Die richtige Einarbeitungstiefe ermitteln

Die "beste" Bodenbearbeitung lockere den Boden und hinterlasse zu je einem Drittel Grob-, Mittel- und Feinporen. Sie hielten das Wasser und lieferten zugleich Sauerstoff und Wärme für das Wachstum. Im Hinblick auf die Einarbeitung vom Getreidestroh der Vorfrucht riet das Züchterunternehmen dazu, die Einarbeitungstiefe abhängig vom Strohhektarertrag zu wählen. Die richtige Einbringtiefe in Zentimetern (cm) ergebe sich durch die Multiplikation des Strohhektarertrages in Tonnen mit dem Faktor eins bis zwei; daraus errechne sich zum Beispiel eine Einarbeitungstiefe von sechs cm bis zwölf cm, wenn zuvor etwa sechs Tonnen Stroh auf dem Feld verblieben seien.

Zur richtigen Zeit aussäen

Die Nässe fördere Schnecken und gefährde den Rapsauflauf; auch hier helfe eine wiederholte Stoppelbearbeitung und Geduld für den richtigen Aussaatzeitpunkt, so die Rapool GmbH. Sie wies darauf hin, dass sich im Mittel der Jahre gezeigt habe, dass die nachhaltig stabilsten Rapserträge mit den bewährten „optimalen“ Saatterminen Mitte bis Ende August erreicht worden seien. Sie stellten den „besten Kompromiss“ für unterschiedlichste Jahreswitterungen dar. Allerdings sei ein Saattermin Anfang September in ein vernünftiges Saatbett einer Aussaat Ende August in einen schlecht struk- turierten Boden vorzuziehen, betonte das Züchterhaus.

Qualität der Aussaat entscheidet über Rapsertrag

Ab einer Temperatur von 12 °C wüchsen Rapswurzeln optimal, was bei der Entscheidung zu Spätsaaten zu berücksichtigen sei; schließlich entscheide die Qualität der Aussaat signifikant über den Rapsertrag. Außerdem stabilisierten hybride Rapssorten den Ertrag. Das hätten auch die Erträge aus dem gerade abgelaufenen Rapsjahr bestätigt, die trotz vieler ertragsbegrenzender Faktoren erreicht worden seien.

Vegetationsreport: Empfehlungen zur Rapsaussaat

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