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Produktion und Förderung

Bodenpreise: Freier Markt oder Preistreiberei?

von , am
21.01.2015

Die Bodenpreise steigen und steigen. Ist es das Ergebnis aus Angebot und Nachfrage? Oder treiben große börsennotierte Unternhemen, außerlandwirtschaftliche Investoren und die BVVG die Preise in die Höhe?

Beim 12. Bodenforum des agrarmanager ging es unter anderem um die Entwicklung der Bodenpreise © Werkbild
Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche fand auch in diesem Jahr das Bodenforum von der Zeitschrift Agrarmanager zum 12. Mal statt. Und wie jedes Jahr, waren die Diskussionen fachlich auf hohem Niveau und dennoch emotional. Eine Mischung, die man nicht alle Tage auf Fachveranstaltungen hat. Schon das Motto "Wer treibt die Preise am Bodenmarkt"? war vielversprechend.
 

BVVG-Flächen im Schnitt teurer

Prof. Silke Hüttel Universität Rostock, Professur für Agrarökonomie © Buthut
Eine klare Antwort gab es nicht, und wird es auch künftig nicht geben. Gerne werden außerlandwirtschaftliche Investoren, die Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft (BVVG) oder die großen börsennotierten Agrarunternehmen als Ursache für steigende Bodenpreise genannt. Die erste Referentin, Prof. Silke Hüttel, hat die Rolle (nicht-) landwirtschaftlicher Akteure auf dem Bodenmarkt in Sachsen-Anhalt untersucht. Laut Hüttel bestimmen vor allem die Bodenqualität, die Nutzungsart und die Losgröße bei BVVG-Flächen eine Rolle. Die Preise, die die BVVG für ihre Flächen erzielt, lagen nach ihren Erkentnissen gut 18 Prozent über dem Schnitt. Allerdings konnte kein eindeutiger Zusammenhang - auch aufgrund unzureichender Daten - zwischen höheren Preisen und nichtlandwirtschaftlichen Käufern oder Verkäufern festgestellt werden.

BVVG: Investoren sind keine Kundengruppe

Stefan Schulz, BVVG-Geschäftsführer © Buthut
Natürlich war auch die BVVG mit ihrem neuen Geschäftsführer Stefan Schulz vertreten. Er betonte, dass die BVVG in erster Linie einen gesetzlichen Privatisierungsauftrag habe. Schulz versuchte, die Vorwürfen der Preistreiberei zu entkräften. Die BVVG sei natürlich ein wichtiger Marktteilnehmer, aber nicht marktbeherschend, betonte Schulz. Rund 76.000 Hektar seien seit 1992 über Ausschreibungen verkauft worden. Das entspreche einem Anteil von 9,35 Prozent an der BVVG-Verkaufsfläche und gerade mal 1,38 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in den Neuen Bundesländern. Zudem seien "Investoren  keine relevante Kundengruppe der BVVG", sagte Schulz weiter.

Der Bodenmarkt funktioniert

Prof. Dr. Alfons Balmann Direktor des IAMO Halle, Professur ­für Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg © Buthut
Unterstützung bekam die BVVG auch von Prof. Dr. Alfons Balmann. Nach seinen Ausführungen treibt nicht die  BVVG die Preise, sondern die Mitbieter der Auktionen. Denn die Gebote würden individuellen Schattenpreisen der Betriebe entsprechen, sodass am Ende nicht der wirklichen Preis abgebildet wird. Auch die börsennotierten Agrarunternehmen, von denen es in Deutschland mit derKTG Agrar SE und Tonkens AG gerade mal zwei gibt, stellen für den Agrarökonomen keine Gefahr dar. Für Balmann hätten diese Untermehmen nicht mehr Einfluss als große Agrargenossenschaften mit 7.000 Hektar und mehr. "Die Preise folgen ökonomischen Rahmenbedingungen und die Marktmechanismen funktionieren ganz überwiegend. Es gibt nur ein partielles Marktversagen", lautet Balmans Schlusswort.
 

Fazit:

Ob es am Bodenmarkt Preistreiberei gibt, lässt sich nicht wirklich belegen. Eindeutig ist, dass die Preise der BVVG-Flächen durch das Verkaufsmodell in die Höhe gehen. Dennoch liegen die Preise immer noch deutlich unter denen in den westlichen Bundesländern. Am Ende der Veranstaltung sieht es vielmehr so aus, als ob das knapper werdende Angebot des wichtigsten Produktionsfaktors Boden die Preise in die Höhe treibt. Die Nachfrage ist nach wie vor hoch und das Angebot sinkt jeden Tag um 80 Hektar. Aber auch der Markt versagt an manchen Stellen und in einigen Regionen ist der Bodenpreis nicht nur das Resultat aus Angebot und Nachfrage, sondern wird auch von den genannten Preistreibern beeinflusst.

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