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Produktion und Förderung

Brandenburg: Ungewissheit durch fehlende Förderrichtlinien

von , am
17.07.2014

Auch in Brandenburg läuft die heiße Phase der Ernte. Die Anbauplanungen für die nächste Saat werden jedoch durch noch nicht umgesetzte Maßnahmen im Zuge der GAP-Reform erschwert.

Im Schnitt kostete der Hektar landwirtschaftliche Fläche 2013 in NRW 33.951 Euro. © Barbara Scheid (Universität Göttingen)
Wie der Landesbauernverband Brandenburg mitteilt, ist beispielsweise die Umsetzung der Agrarumweltmaßnahmen (AUM) seitens des Agrarministeriums noch völlig offen. Noch immer sei nicht klar, welche AUM für welchen Betrieb an welchem Standort überhaupt in Frage komme. Neben den fehlenden Angeboten für den Acker (z. B. Blühstreifenprogramm) seien auch die Maßnahmen auf dem Grünland noch in der Diskussion, so der LBV weiter. So soll das Grünlandextensivierungsprogramm künftig nur in bestimmten Gebieten (Kulissen) stattfinden dürfen, was der LBV bereits kritisiert hat.
 
Noch wisse keiner der derzeitigen Teilnehmer an solchen Programmen, ob sich sein Betrieb und seine Flächen auch künftig in der Kulisse befänden und ob er weiterhin an geförderten Extensivierungsprogrammen teilnehmen könne.

Viel Geld steht auf dem Spiel

Dabei gehe es beispielsweise darum, ob ein Betrieb auch 2015 weiterhin extensiv wirtschaften kann oder das Betriebskonzept auf intensiv umgestellt werden muss. Vorbereitungen hierzu müssen bereits nach der jetzigen Ernte beginnen. Hier stehen für den Betrieb mitunter mehrere tausend Euro auf dem Spiel, schreibt der LBV Brandenburg weiter.
 
"Der LBV fordert die beiden Ministerien (MIL & MUGV) auf, die Unternehmen nicht länger im Ungewissen zu lassen und endlich die Kulissen festzulegen und zu veröffentlichen", heißt es in der Mitteilung abschließend.

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