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Produktion und Förderung

Breites Angebot auf den Agrartagen der BayWa

von , am
29.06.2011

Gründl - Gestern und heute dreht sich in Gründl bei Nandlstadt alles um die Landwirtschaft, die richtige Sortenwahl und die passende Produktionstechnik im Pflanzenbau.

Rund 3.500 Besucher kommen auf die Agrartage der BayWa in Gründl bei Nandlstadt. © bem

Landwirte aus ganz Bayern und angrenzenden Gebieten sind in die Hallertau gereist, um bei den BayWa-Agrartagen alle wichtigen Sorten im Anbauversuch zu sehen. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung hat mittlerweile einen hohen Stellenwert beim Fachpublikum, wie die Besucherzahl von über 3.500 Landwirten zeigt. Die BayWa zeigt in 500 Schauparzellen auf rund zwei Hektar das Wachstumsverhalten der Pflanzen bei verschiedenen Produktionstechniken sowie unterschiedliche Fungizid- und Düngevarianten.
 
Von Weizen, über Gerste bis hin zu Triticale, Mais und Raps sind alle gängigen Arten im Versuchsgarten vertreten. Mit den eigenen, neu entwickelten Gräser-, Zwischenfrucht- und Energiermischungen von Planterra zeigt die BayWa, wie Grünland und Acker für verschiedene Zwecke und in unterschiedlichen Regionen leistungsstark genutzt werden kann.
 
Den Herausforderungen der Landwirtschaft stellen
 
Die richtige Sortenwahl in Kombination mit der passenden Intensität bestimmt Produktivität und damit Betriebserfolg“, betonte BayWa-Agrarvorstand Dr. Josef Krapf im Rahmen seines Vortrages. Angesichts stetig wachsender Nachfrage nach Rohstoffen für die Welternährung aber auch zu energetischen Zwecken sei "ein Paradigmenwechsel in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion feste Notwendigkeit. Wir brauchen eine Produktivitätssteigerung, um die zukünftigen Aufgaben meistern zu können. Als Landwirte ist uns dabei Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine Selbstverständlichkeit", betonte Dr. Krapf. Seiner Ansicht nach ist Gründl die ideale Schaubühne, um dies zu zeigen. "Wir wollen die BayWa als unabhängigen Berater der Landwirtschaft etablieren", erklärt Dr. Krapf auf den Agrartagen. Dazu investiert das Unternehmen auch in Zukunft: Insgesamt 44 Millionen Euro sollen bis 2012 in den Ausbau einiger Standorte gesteckt werden.
 
Den Dollar, das Öl und den Osten im Blick behalten
 
Wie Ludwig Höchstetter, Leiter Erzeugnisse Agrar, im Rahmen der Agrartage in Gründl betonte, sei dieses Anbaujahr mit der Frühjahrstrockenheit und den Spätfrösten wieder besonders herausfordernd für die Landwirtschaft war und auch immer noch ist.  Zwar hätten die Niederschläge Anfang Juni mancherorts "gerettet, was noch zu retten war". Insgesamt rechnet er in Bayern mit einer Ernte von 270 bis 275 Millionen Tonnen Getreide.
 
Auf Grund der national und weltweit prognostizierten schwächeren Ernteerwartungen bewegen sich die Agrarmärkte schon seit der Ernte im Vorjahr auf einem relativ hohen Preisniveau. Wohin der Trend langfristig gehe, sei aber kaum "mit Sicherheit vorherzusagen. "Wir müssen schauen, was macht der Dollar, was macht das Erdöl und was macht Osteuropa", rät Höchstetter den Landwirten. Mit dem neuen Preissicherungssystem Landea hat die BayWa ein Instrument geschaffen, damit Landwirte "einen Schutz nach unten haben und gleichzeitig auch von Preissteigerungen profitieren können".
 
Breites Angebot
 
Schwerpunkt der BayWa-Agrartage ist eine fachliche Beratung zu allen Fragen rund um den Pflanzenbau. Daneben kann sich der Besucher in einer Ausstellung auch über das BayWa-Futtermittel-Angebot – insbesondere Vitamiral - die Palette an Öl- und Schmierstoffe sowie Angebote im Bereich erneuerbare Energien informieren. Landtechnik-Freunde kommen ebenso wenig zu kurz wie Landwirte, die mehr über die neuen Preissicherungssysteme der BayWa erfahren möchten.
 
Vorträge zu Agrarmärkten
 
Ein Highlight wird wieder die Vortragsveranstaltung sein, die sich in diesem Jahr mit dem Auf und Ab der Agrarmärkte und den Perspektiven in der Landwirtschaft beschäftigt. Es findet an beiden Tagen von 10.00 bis circa 11.30 Uhr im Forum der Versuchsanlage statt. Auch Schulklassen kommen zu den Agrartagen, um ihr Wissen über das Getreide, das sie im Unterricht gelernt haben, "in natura zu erleben". Für die jüngeren Landwirte besteht zudem im "Ausbildungszelt" die Möglichkeit, mehr über die verschiedenen Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote in der Landwirtschaft zu erfahren.

Agrarvorstand der BayWa, Dr. Josef Krapf, berichtet über die Schwerpunkte der Agrartage und zieht ein erstes Fazit. Worauf das Unternehmen weiter Wert legt, erfahren Sie im Interview. anhören...
 
Über die Situation auf den Agrarmärkten und wie sich Landwirte darauf einstellen können, berichtet Ludwig Höchstetter, BayWa Leiter Erzeugnisse Energie. anhören…
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