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Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur

Bund und Länder beschließen Sonderförderung zum Insektenschutz

Insekten auf Blüten
am Freitag, 13.12.2019 - 10:07 (Jetzt kommentieren)

Bund und Länder haben die angekündigte Sonderförderung zum Insektenschutz beschlossen.

Für die neue Maßnahme sind kommendes Jahr 50 Mio Euro Bundesmittel in der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) eingestellt. Mit der Kofinanzierung durch die Länder steigt der Etat des neuen Sonderrahmenplans auf 83 Mio Euro insgesamt.

Gefördert werden können etwa Maßnahmen zur Förderung der Anlage und Pflege von Blühflächen, Hecken, Sträucher und Streuobstwiesen, der extensiven Nutzung von Dauergrünland und des ökologischen Landbaus.

Förderfähig sind auch nicht-produktive Investitionen im Naturschutz und Maßnahmen der Landwirte im Rahmen des Vertragsnaturschutzes.

Klöckner: Ein Bekenntnis zum Wald

Der gemeinsame Planungsausschuss von Bund und Ländern zur GAK (Planak) beschloss auf seiner Sitzung in dieser Woche auch über die weitere Verteilung von insgesamt 1,135 Mrd Euro an Bundesmitteln in der Gemeinschaftsaufgabe, 235 Mio Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Erwartungsgemäß wurde das Förderangebot für Kleinwaldbesitzer deutlich aufgebessert. Für die nächsten vier Jahre stehen allein in der GAK rund 480 Mio Euro zusätzlich für den Wald bereit. Bundesministerin Julia Klöckner sagte: „Die Beschlüsse sind ein klares und wichtiges Bekenntnis zum Wald. Wir sorgen dafür, dass die bereitgestellten Hilfen nun zügig und zielgerichtet dort ankommen, wo sie benötigt werden.“

Kleinwaldbesitzer erhalten hohe Zuschüsse

Waldbesitzer

Der Planak legte wie vorab erwartet fest, dass Kleinwaldbesitzer bis 20 Hektar Forst höhere Fördersätze von bis zu 90 Prozent der nachgewiesenen Ausgaben erhalten können. Förderfähig ist die Entnahme von befallenen und befallsgefährdeten Bäumen sowie die Entnahme von Bäumen zur Beseitigung von resultierenden Gefahren.

Ausgaben für den Einsatz nicht-staatlicher Dienstleister bei der Vorbereitung, Leitung und Koordination der Maßnahmen werden ebenfalls bezuschusst. Unterstützt wird jetzt auch die Wiederbewaldung aus Naturverjüngung.Bei Wiederaufforstungen ist ein hinreichender Anteil standortheimischer Baumarten einzuhalten und durch geeignete Methoden der Bestandesbegründung zu sichern.

Nadelreinbestände sind nicht förderfähig, bis auf begründete Ausnahmefälle bei fehlenden standörtlichen Wuchsbedingungen für Laubbäume, beispielsweise in Höhenlagen.

Für die Verteilung der Mittel an die Länder wurde ein Schlüssel vereinbart, der sich an der förderfähigen Waldfläche der Länder orientiert.

Mehr Geld für den ländlichen Raum

Für den Sonderrahmenplan ländliche Entwicklung stehen im kommenden Jahr 200 Mio Euro statt bisher 150 Mio Euro an Bundesmitteln zur Verfügung. Die Förderziele wurden um eine erreichbare Grundversorgung, attraktive und lebendige Ortskerne und die Behebung von Gebäudeleerständen ergänzt.

Bund und Länder kamen außerdem überein, 1 Mio Euro zur Prävention und zum Ausgleich von durch Wölfe verursachten Schäden bereitzustellen.

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