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Produktion und Förderung

Bundesregierung: Fünf Prozent weniger Ammoniak bis 2020

© agrar-press
von , am
25.07.2014

Berlin - Die Bundesregierung hält eine Minderung der Ammoniakemissionen um fünf Prozent auf zirka 544 Kilotonnen bis zum Jahr 2020 für machbar.

Die Bundesregierung will die Ammoniakemissionen bis 2020 um fünf Prozent senken. © Werkbild
Nach aktuellen Prognosen des Umweltbundesamtes werde mit bisher eingeleiteten Regelungen und Maßnahmen bis zum Jahr 2020 eine Emissionsminderung von 3,4 Prozent erreicht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die zusätzlich erforderlichen Emissionsminderungen sollen unter anderem durch die Verpflichtung zur Anwendung emissionsarmer Ausbringverfahren für Wirtschaftsdünger und die verpflichtende Einarbeitung von Geflügelmist innerhalb von vier Stunden erreicht werden. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen bereite die Bundesregierung derzeit eine Novellierung der Düngeverordnung vor.

Haltungssysteme weiterentwickeln

Zur weiteren Verringerung der Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung sei die Weiterentwicklung der Haltungssysteme notwendig, heißt es in der Antwort weiter. Die Bundesregierung unterstütze dies durch verschiedene Forschungs- und Förderungsmaßnahmen. Darüber hinaus hätten die Bundesländer verschiedene Maßnahmen ergriffen. Sie reichten von der Ausgestaltung von Programmen zur Förderung emissionsarmer Haltungsformen und Ausbringungstechniken bis hin zu immissionsschutzrechtlichen Anforderungen wie dem Einbau von Abluftreinigungsanlagen.

Umweltbundesamt beziffert Kosten

Ammoniak trage insbesondere zur Eutrophierung und Versauerung von Ökosystemen und zur Bildung sekundärer Feinstäube bei, schreibt die Bundesregierung. Die damit im Zusammenhang stehenden Umweltkosten könnten derzeit nur grob abgeschätzt werden. Die aktuelle Methodenkonvention des Umweltbundesamtes nenne als Anhaltspunkt gesamtgesellschaftliche Umweltkosten von 27 Euro je Kilogramm emittierten Ammoniaks.
Vor allem im Bereich der Auswirkungen auf Ökosysteme hätten aber bisher nur Teilaspekte berücksichtigt werden können. Insbesondere läge der Bundesregierung keine differenzierte Analyse der ökologischen und/oder gesundheitlichen Schäden aufgrund der Ammoniakemissionen in der Nähe von Mastanlagen vor.  
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