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DBV-Situationsbericht

DBV: Wirtschaftliche Lage der Bauern ist extrem angespannt

traktor.
am Donnerstag, 10.12.2020 - 10:41 (1 Kommentar)

Der Situationsbericht des DBV macht deutlich: Die wirtschaftliche Lage auf vielen Landwirtschaftsbetrieben ist extrem angespannt. Dafür sind nicht nur die Afrikanische Schweinepest und Corona verantwortlich – sondern auch die Verschärfung der Düngeverordnung und das geplante Insektenschutzgesetz.

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, zog eine ernüchternde Bilanz für das abgelaufene landwirtschaftliche Wirtschaftsjahr und blickte mit Sorge auf die Entwicklung im aktuellen Wirtschaftsjahr 2020/21: „Die Corona-Pandemie hat auch viele landwirtschaftliche Betriebe hart getroffen: Geschlossene Schlachtbetriebe, der Ausfall der Gastronomie und obendrein die Afrikanische Schweinepest haben die Tierhalter, vor allem die schweinehaltenden Betriebe, in eine Krise gestürzt."

Weiter sagte Rukwied: "Die aktuell ruinösen Erzeugerpreise für Schlachtschweine und Ferkel sind existenzbedrohend. Außerdem schwächt eine Reihe politischer Entscheidungen, wie die Verschärfung der Düngeverordnung und das geplante Insektenschutzgesetz, die wirtschaftliche Grundlage der Betriebe. Die wirtschaftliche Situation auf vielen Höfen ist deshalb extrem angespannt.“

Düsterer Ausblick für das laufende Wirtschaftsjahr

unternehmensergebnisse.

Die wirtschaftliche Situation der deutschen Landwirte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr von Juli 2019 bis Juni 2020 war durchwachsen. Ackerbaubetriebe konnten ihr relativ niedriges Vorjahresergebnis nur leicht erhöhen. Milchviehbetriebe verzeichneten im zweiten Jahr in Folge deutlich rückläufige Gewinne.

Deutliche Zugewinne verzeichneten in im vorigen Wirtschaftsjahr die schweinehaltenden Veredlungsbetriebe, die zu diesem Zeitpunkt noch von dem hohen internationalen Preisniveau profitieren konnten, bevor Corona und Afrikanische Schweinepest die Preise dann auf ein historisch niedriges Niveau abstürzen ließen.

Im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe (Personengesellschaften und Einzelunternehmen) lag das Unternehmensergebnis mit 64.500 Euro um 13 Prozent über dem Vorjahresergebnis von 57.000 Euro, jedoch unter dem Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2017/18. Der starke Einbruch des Vorjahres konnte also nicht ausgeglichen werden.

Im laufenden Wirtschaftsjahr 2020/21 wird sich die Einkommenslage wieder deutlich verschlechtern. Für Milchvieh- und Ackerbaubetriebe rechnet der DBV mit wenig Veränderung der unterdurchschnittlichen Ergebnisse. Bei den auf Schweinehaltung spezialisierten Veredlungsbetrieben steht ein massiver Einbruch ihrer Unternehmensergebnisse bevor. Grund sind hier die im Vergleich zum guten Vorjahr extrem stark gefallenen Schweine- und Ferkelpreise.

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