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Produktion und Förderung

Direktzahlungen werden nur um 2,45 Prozent gekürzt

© landpixel
von , am
18.10.2013

Brüssel - Die Kürzung der diesjährigen Direktzahlungen fällt nach einem Berichtigungsschreiben der EU-Kommission zum Haushaltsentwurf 2014 geringer aus als geplant. Demnach werden 2,45 Prozent gekürzt.

Infolge tendenziell günstiger Marktentwicklungen im Zeitraum der Wirtschaftsjahre 2010/11 bis 2013/14 gab es - anders als in den Jahren davor - nur positive Einkommensänderungen. © Mühlhausen/landpixel
Ursprünglich war von vier Prozent die Rede. Die Kürzung ist im Rahmen der EU-Finanzdisziplin vorgesehen. Die ersten 2.000 Euro Direktzahlungen aller landwirtschaftlichen Betriebe sind davon weiterhin ausgenommen.
 
Grund sind die in dem Schreiben aktualisierten Budgetzahlen, wonach auf das Haushaltsjahr 2014 übertragene zweckgebundene Einnahmen wesentlich höher als ursprünglich erwartet ausfallen. Im Entwurf zum EU-Budget 2014 lagen die Agrarausgaben einschließlich der neuen Krisenreserve für die Landwirtschaft 1.471,4 Millionen Euro über der Haushaltsobergrenze für die Erste Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (Direktzahlungen). Mit der "Befreiung" der ersten 2.000 Euro Direktzahlungen der Landwirte (im Einklang mit EU-Parlament und Rat im jüngsten GAP-Reformpaket), war eine Reduktion von vier Prozent erforderlich, um die notwendigen Einsparungen erzielen zu können.

Entscheidung bezieht sich auf 2013 beantragte Direktzahlungen

Mit den aktualisierten Zahlen müssen jetzt nur noch 902,9 Millionen Euro aufgebracht werden. In der Folge hat die EU-Kommission die Rate auf 2,45 Prozent angepasst. Der Vorschlag wird nun dem Rat vorgestellt und sollte es darüber bis zum 01.12.2013 keine Einigung geben, gilt der Kürzungssatz von vier Prozent. Die Entscheidung bezieht sich auf Direktzahlungen, die von den Landwirten im Jahr 2013 beantragt wurden und ab Dezember vom Budget 2014 ausbezahlt werden. Die Finanzdisziplin gilt nicht für Bulgarien, Rumänien und Kroatien, wo Direktzahlungen noch eingeführt werden.
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