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Produktion und Förderung

DLG-Trendmonitor: Landwirte bleiben pessimistisch

dp/kk
am
20.10.2015

Die europäischen Landwirte sind weniger optimistisch wie noch im Frühjahr 2015. Da aktuell die Sicherung der Liquidität im Vordergrund steht, stellen insbesondere Milchvieh- und Schweinehalter Investitionen zurück.

Europaweit werden sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung verhaltener beurteilt als noch im Frühjahr 2015, so das Fazit des aktuellen DLG-Trendmonitors. Der anhaltende Preisdruck, die zunehmenden Eingriffe der Politik in die Produktion und die kontroverse Diskussion über die Produktionsweise der Landwirtschaft sorgen für ein unsicheres wirtschaftliches Umfeld.

Investitionsbereitschaft weiter gebremst

Die verhaltenen Geschäftsaussichten bremsen auch die Investitionsbereitschaft: In Deutschland wollen 42 Prozent der Landwirte investieren. Das sind vier Prozent weniger als bei der Frühjahrsbefragung 2015). Während die Investitionsbereitschaft der Ackerbauern um drei Prozent auf nun 45 Prozent zulegt, ist die Investitionsbereitschaft der Schweinehalter um minus sechs auf 41 Prozent gesunken. Bei den Milchviehhaltern ist die Investitionsbereitschaft sogar um 15 Prozentpunkt auf 38 Prozent zurückgegangen.
 
Hier den DLG-Trendmonitor (Herbst 2015) herunterladen.

Ackerbauer hoffen auf stabile Preise

In Deutschland sind laut DLG-Trendmonitor insbesondere die Milchvieh- und Schweinehalter skeptisch was den weiteren Geschäftsverlauf betrifft. "Zwar steigen die Preise für Milchprodukte an den internationalen Exportmärkten, jedoch drückt die Rekordmilchanlieferung in der EU auf die Erzeugerpreise", erklärt die DLG. Auch bei Schweinen zeichne sich im laufenden Jahr eine Rekorderzeugung ab, die die Preise unter Druck setze.
 
Etwas mehr Hoffnung auf eine Preiserholung haben die Marktfruchterzeuger: "Nach dem Preisdruck der global und EU-weit umfangreichen Getreideernte ruht die Hoffnung auf den EU-Getreideexporten, die im kommenden Winter für steigende Nachfrage und anziehende Preise sorgen könnten", so die Prognose im DLG-Trendmonitor.
 
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