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Produktion und Förderung

DLV-Marktkompass: Topaktuelle Prognosen zu den Getreidemärkten

von , am
10.07.2012

Im DLV-Marktkompass finden Sie aktuelle Einschätzungen zu den Getreidemärkten. Erfahren Sie, was die neuesten Ernteschätzungen bringen, wie die Getreidepreise notieren und wie das Wetter alles durcheinander bringt.

Weizen: Zum Beginn der zweiten Juliwoche setzt sich das Preisfeuerwerk an den Getreidemärkten fort. Erneut kommt der Hauptimpuls für den kräftigen Preissprung aus den USA. Anhaltende Hitze und Niederschlagsmangel in Teilen des Mittelwesten drücken die Ertragserwartung bei Mais (und Soja) weiter nach unten und treiben die Preise nach oben. Der Weizen profitiert von dieser Entwicklung als wichtigste Alternative für Mais im Tierfutter. Gleichzeitig hat die Versorgungslage beim weltgrößten Weizenexporteur USA unmittelbaren Einfluss auf das globale Angebot und die Weltmarktpreise zumal auch am Schwarzen Meer deutlich weniger Weizen geentet und exportiert wird. Tendenz steigend
 
Braugerste: An den Terminmärkten gibt es sehr kräftige Aufschläge. Ob dahinter wirklich die Erkenntnis steht, dass das Angebot doch noch deutlich kleiner ausfallen könnte als die bislang erwartete Sommergerstenernte vermuten lässt, ist unklar. Futtergerste wird in Deutschland jedenfalls relativ knapp und damit teuer bleiben, wie die ersten Ernteergebnisse bestätigen. Womit sich gute alternative Verwertungsmöglichkeiten für Sommergerste bieten. Vielleicht ist das auch ein Grund, der die Brauergertenpreise antreibt. Tendenz steigend
 
Körnermais:An der US-Maisbilanz sind noch erhebliche Korrekturen zu erwarten. Die schlimmste Hitzewelle seit 1988 lässt die Ertragsprognosen purzeln und die Preise steigen. Auch in der zweiten Juliwoche sind die Aussichten auf eine nachhaltige Linderung von Hitze und Trockenheit gering, auch wenn es regional vereinzelte Regefälle gibt. Mittlerweile sind die Bestände in einigen der Hauptanbaugebiete bereits massiv geschädigt. Analysten rechnen bei wöchentlichen Crop-Montierung des USDA deshalb mit einer weiteren Korrektur der Bonität des Bestandes - und damit auch des Ertragspotentials - nach unten. Tendenz steigend

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