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Produktion und Förderung

Dünge-Sperrfrist: Landwirte kassieren Beschwerde

von , am
04.02.2015

Seit Februar ist die offizielle Sperrfrist für die Düngeausbringung beendet, doch die Schneedecke lässt Düngung vielerorts nicht zu. Einige Landwirte durften bereits Mitte Januar Gülle fahren. Prompt gab es eine Beschwerde bei der Behörde.

Organische Dünger dürfen offiziell erst ab dem 1. Februar auf die Felder ausgebracht werden. © landpixel
Am 31. Januar endete die durch die Düngeverordnung festgelegte Sperrfrist für Gülle, Jauche, Gärreste aus Biogasanlagen, Geflügelkot, stickstoffhaltige Mineraldünger sowie viele Klärschlämme. Generell ist zu beachten, dass der Boden bei der Düngung aufnahmefähig sein muss. Deshalb dürfen bei Wassersättigung des Bodens, geschlossener Schneedecke oder dauerhaft gefrorener Bodenoberfläche weder Gülle noch andere Düngemittel ausgebracht werden. Verstöße gegen die Vorschriften werden als Ordnungswidrigkeit geahndet und führen zu Abzügen bei den EU-Betriebsprämien.

Landwirte zu Unrecht angepangert

In Niedersachsen haben Ende Januar Bürger Anzeige gegen Landwirte erstattet, die angeblich innerhalb der Sperrfrist Gülle auf ihre Felder ausgebracht hatten, berichtete die Nordwest-Zeitung NWZ. Die Düngebehörde stellte jetzt klar, dass die Landwirte zu Recht Gülle ausgebracht hatten, da das Sperrfristende für ihre Betriebe von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vorverlegt wurde. "Um bodenschonend ausbringen zu können, haben einige Landwirte mit Genehmigung der Landwirtschaftskammer die Sperrfrist um zwei Wochen vorgezogen, im Herbst die Gülledüngung also früher eingestellt und sind damit berechtigt, ab dem 16. Januar zu düngen."

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