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Produktion und Förderung

Dünger und Energie werden teurer

von , am
22.03.2012

Im Januar mussten Landwirte für ihre Betriebsmittel zwei Prozent mehr ausgeben als vor einem Jahr. Vor allem Dünger, Saatgut und Energie wurden teurer.

© agrar-press
Dies zeigen die vom Statistischen Bundesamt regelmäßig in der Landwirtschaft erhobenen Daten. Allerdings täuscht der insgesamt moderate Preisanstieg über die sehr starke Teuerung bei einigen wichtigen Betriebsmittelarten wie Dünger, Saatgut und Energie hinweg. Ausgeglichen wurde der Preissprung bei diesen Produkten durch den kräftigen Preisrückgang bei Futtermitteln. Dieser kam natürlich vor allem den Tierhaltern, nicht jedoch den Ackerbauern zu Gute. Deren Kosten dürften insgesamt deutlich stärker gestiegen sein.

Dünger, Energie und Saatgut teurer

Die Kosten für Betriebsmittel steigen kontinuierlich an.
Den stärksten Preisanstieg mussten die Landwirte beim Düngereinkauf verkraften. Innerhalb von zwölf Monaten verteuerten sich Mineraldünger um 14,5 Prozent (%). Der am Weltmarkt zum Jahreswechsel zu beobachtende kräftige Rückgang der Spotmarktpreise hatte auf den deutschen Binnenmarkt keinen Einfluss. Nach Erhebungen der Weltbank gingen die Weltmarktpreise von November bis Januar um zwölf Prozent zurück.
 
Demgegenüber legten die deutschen Preise in diesem Zeitraum sogar leicht zu. Innerhalb der letzten 24 Monate (seit Januar 2010) hat sich Mineraldünger in Deutschland um knapp 30 Prozent verteuert.
Ebenfalls deutlich verteuert haben gegenüber dem Vorjahr Saat- und Pflanzgut (+9,1 %) sowie Energie und Schmierstoffe (+8,4 %). Im Vergleich zum Januar vor zwei Jahren müssen Landwirte für Saat- und Pflanzgut sogar 28 Prozent mehr ausgeben und die Energiepreise sind in diesem Zeitraum um 22 Prozent gestiegen.
 
Relativ moderat fällt dagegen mit drei bis fünf Prozent die Teuerungsrate bei Bauten, Maschinen und Material aus.

Einzelfutter deutlich günstiger

Vor allem Dünger wurde teurer.
Ausgeglichen wurde der Preisanstieg bei Dünger und Energie durch den Preisrückgang bei Futter. Mit den Getreide- und Ölsaatenpreisen gingen im Jahresverlauf auch die Futterpreise zurück. Im Januar 2012 kosteten Futtermittel die deutschen Landwirte etwa sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Preisrückgang bei Einzelfuttermitteln betrug sogar 16 Prozent, während der Preisnachlass bei Mischfutter lediglich fünf Prozent betrug.
 
{BILD:150982:jpg}Ebenfalls etwas günstiger als im letzten Jahr waren im Januar 2012 Pflanzenschutzmittel zu haben. Sie kosteten etwa zwei Prozent weniger als im Januar 2011. Stabil geblieben sind lediglich die Kosten für Veterinärleistungen.
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