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Produktion und Förderung

Dünger: Kalipreise bleiben unter Druck

© agrar-press
von , am
11.09.2013

Die internationalen Kalipreise sinken. Das kann auch hiesige Landwirte freuen, denn bis zum Herbst sollten auch hierzulande die Preise fallen.

© Mühlhausen/landpixel
Am globalen Markt für Kalidünger stehen die Preise unter Druck. Ein Grund ist das Auseinanderbrechen des russisch-weißrussischen Kalikartells BPC und der härtere Wettbewerb zwischen den großen Anbietern. Hinzu kommt aber auch ein sehr gut versorgter globaler Markt.
 
Dennoch fiel der bisherige Preisrückgang nicht ganz so deutlich aus, wie nach der Ankündigung von Uralkali erwartet wurde. Das lag wohl auch daran, dass die großen Importeure sich beim Einkauf bislang zurückhielten.

Viele Faktoren wirken auf den Markt

Wie weit die Kalipreise noch nachgeben werden, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Neben der weiteren Entwicklung von Angebot (Produktion) und Nachfrage, beeinflusst insbesondere auch die kräftige Abwertung der Währungen bei einigen großen Importeuren (Indien, Brasilien) das Einkaufsverhalten dieser Länder. Der Rückgang der Getreidepreise spielt ebenfalls eine maßgebliche Rolle für die Nachfrage der Landwirte. Auch die rückläufigen Energiepreise in einigen Ländern drücken auf die Preise (für Mineraldünger).

Exportpreise geben nach

Händler und Analysten berichten für den August über einen Rückgang der Exportpreise zwischen 15 bis 30 USD/t. Gleichzeitig fiel die Nachfrage vor dem Hintergrund der erwarteten und prognostizierten Preisabschläge relativ schwach aus. Viele große Importeure halten sich erst einmal zurück. Vor allem China wird mit seinen nächsten großen Abschlüssen (Oktober) eine neue Benchmark setzen und das künftige Niveau bestimmen.

Preiskorrektur auch in Europa

Auch in Deutschland und Europa dürfte der Preisrückgang am Weltmarkt Auswirkungen auf die Kalipreise haben. Das haben auch die globalen Turbulenzen am Kalimarkt und die Folgen für die Aktienkurse und Erlösaussichten des deutschen Herstellers K+S unterstrichen.
 
Für die deutschen Landwirte dürften die Kalipreise deshalb im Herbst ebenfalls nachgeben.

Die vollständige Meldung mit aktuellen Preisen finden Sie im Marktkompass ...
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