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Produktion und Förderung

Düngerecht: Aus für N-Sonderregel auf Grünland?

© agrar-press
von , am
23.04.2012

Berlin - Die Ausnahmeregel für die Düngung intensiv genutzter Grünlandflächen steht auf der Kippe: Bisher durfte auf intensiv genutzten Wiesen bis zu 230 Kilo Stickstoff je Hektar ausgebracht werden.

Ein selbst fahrender Gülleausbringer fährt zu einem LKW Versorgungszug am Feldrand, um Gülle zu tanken. © Mühlhausen/landpixel
Das Bundeslandwirtschaftsministerium erwägt eine Änderung der Düngeverordnung, die mit einer erheblichen Verschärfung für eine Reihe von Rinderhaltern verbunden wäre:
 
Agrarstaatssekretär Robert Kloos bezeichnete in der vergangenen Woche eine Verlängerung der sogenannten Derogationsregelung als offen. Die bis 2013 befristete Ausnahmeregelung besagt, dass Betriebe auf intensiv genutzten Grünlandflächen mit einem hohen Nährstoffbedarf unter bestimmten Bedingungen statt 170 Kilo Stickstoff aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft bis zu 230 Kilo pro Hektar und Jahr ausbringen können.

Bislang nur vier Länder für Verlängerung

"Wir verkennen nicht die besondere Bedeutung dieser Regelung für die etwa 1.000 Betriebe, die davon Gebrauch machen", sagte Kloos. Seinen Angaben zufolge sprechen sich bislang allerdings nur vier Länder für eine Verlängerung und damit eine entsprechende Anpassung der Düngeverordnung aus.
 
Der Staatssekretär erwartet von der anstehenden Agrarministerkonferenz in Konstanz dazu eine eindeutige Positionierung der Länder. 

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