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Baden-Württemberg

Düngeverordnung: AFP fördert moderne Gülletechnik

Güllefass und Schleppschlauchverfahren auf dem Feld
© Mühlhausen/landpixel
von am
01.03.2018

Über die Agrarinvestitionsförderung 2018 bekommen Landwirte in Baden-Württemberg eine Förderung für emissionsmindernde Gülleausbringtechnik. Künftig wird auch die mechanische Regulierung von Unkräutern gefördert.

In Baden-Württemberg sollen Landwirte es künftig leichter haben den Anforderungen der Düngeverordnung an die Aufbringung flüssiger Wirtschaftsdünger für eine umweltschonende Bewirtschaftung gerecht zu werden.

"Deshalb hat sich Baden-Württemberg für die Aufnahme der Gülleverschlauchung mit emissionsmindernder Aufbringungsstechnik im bundesweiten Rahmenplan für die Investitionsförderung eingesetzt und werde diese ab 2018 anbieten", betont der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Förderung für mechanische Regulierung von Unkräutern

Um Umweltwirkungen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weiter zu reduzieren, werde ab 2018 die mechanische Regulierung von Unkräutern unterstützt. Der Erwerb von Maschinen und Geräten zur mechanischen Unkrautbekämpfung für Reihenkulturen, die über eine elektronische Reihenführung mittels GPS, Ultraschall oder optischer Sensoren verfügen, kann zukünftig im Rahmen des AFP ebenfalls gefördert werden.

Finanzierungsmöglichkeiten im AFP ergänzt

Bei den Finanzierungsmöglichkeiten der Unternehmen wird das AFP ab 2018 ebenfalls ergänzt. Neben Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Förderbanken der Länder kann die AFP Förderung zukünftig auch mit COSME Bürgschaften (Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für KMU des Europäischen Investitionsfonds (EIF)) unter Einhaltung der Förderobergrenzen kumuliert werden.

Mit Material von AgE

Gülleverschlauchung: Ein Praktikerbericht

Gülleverschlauchung auf Acker
Agrarheute-Leser Michi Winterstein arbeitet bei einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen in Ostholstein. Im letzten Frühjahr hat die Firma mit der Verschlauchung begonnen. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung mit Traktor
Dafür haben sie eine sechs Meter Scheibenegge und ein 15 Meter breites Schleppschuhgestänge. Entwickelt wurde das Gerät von Perwulf.  Das Lohnunternehmen kann die Gülle mit der Pumpe 1600 Meter verschlauchen. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung mit Case IH
Michi lobt die Ausbringtechnik als sehr bodenschonend. Das Lohnunternehmen fahre mit circa 9-11 Tonnen über die Flächen. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung im Sonnenschein
Zudem sei durch den Durchflussmengenmesser eine exakte Ausbringung möglich. Die Nährstoffe würden genau dorthin gelangen, wo sie auch hin sollen, da die Gülle eingeschlitzt oder mit der Scheibenegge gleich eingearbeitet wird, so Michi. © ah/M. Winterstein
Gülleverschlauchung Technik
Michi erklärt: "Da wir ja ein Lohnunternehmen sind, fallen die Hektarzahlen bei uns sehr unterschiedlich aus. Jeder möchte eine andere Menge haben. Im Grunde kommt es aber immer auf die Art der Gülle an. Ist sie gut gerührt, schaffen wir zwischen 800 bis 1000 Kubikmeter am Tag, je nach Beschaffenheit." © ah/M. Winterstein
Technik für Gülleverschlauchung
Die Nässe macht aber auch ihnen zu schaffen. Seit dem 01. sind Michi und seine Kollegen wir am Gülleverschlauchen auf leichteren Böden. Unter anderem sind sie im Bestand (Weizen) unterwegs und können ohne Weiteres zwischen den Fahrgassen fahren. © ah/M. Winterstein
Technik zur Gülleverschlauchung
Welche Erfahrungen Michi an seine Kollegen weitergeben möchte? "Die Gülle muss fließfähig sein, das heißt sie darf keine dicke Pampe darstellen." © ah/M. Winterstein
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