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Produktion und Förderung

Düngeverordnung: Zoff um Sperrfristen

agrarheute/aiz
am
19.03.2015

Die Düngeverordnung sorgt wiedermal für Zündstoff. Während Umweltminister Habeck zusätzliche Sperrfristen fordert, lehnt DBV-Präsident Ruckwied überzogene Sperrfristen strikt ab.

Der Zoff um die Inhalte der Düngeverordnung geht weiter. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck sieht Nachbesserungsbedarf bei den Plänen des Bundes für eine neue Düngeverordnung. "Der Entwurf ist zu schwach. Um unsere Gewässer und das Trinkwasser künftiger Generationen zu schützen, muss der Bund hier konsequent nachbessern", sagte Habeck gestern in Kiel.
 
 

Nachbesserungsbedarf sieht auch DBV-Präsident Joachim Rukwied. Allerdings gehen seine Forderungen in die entgegengesetzte Richtung. "Bei der Düngeverordnung sind erhebliche Nachbesserungen zwingend notwendig. Statt die Dünge-Vorschriften weiter anzuziehen, müssen wir wieder zu praktikablen Lösungen zurückkehren", erklärte Rukwied auf dem Kreisbauerntag in Rendsburg.

Sperrfristen: Überzogen oder zu lasch?

Minister Habeck fordert, dass "zusätzlich ambitionierte Sperrfristen für die Ausbringung von Dünger festgelegt werden und Wirtschaftsdünger auf ihre Nährstoffe hin verpflichtend untersucht werden. Zudem sollten die Nährstoffbilanz pro Betrieb erfasst (Hofortbilanz) und die Lagerkapazitäten ausgeweitet werden. 
DBV-Präsident Rukwied lehnt hingegen überzogene Sperrfristen für die deutschen Betriebe ab. "Wir brauchen hier grundsätzlich Flexibilität", erklärt Rukwied. Zudem seien die Sperrfristen willkürlich und ohne Praxisbezug. Die Regierungskoalition müsse hier Bundesminister Christian Schmidt den Rücken stärken. "Die bedarfsgerechte Düngung muss weiterhin möglich sein!", fordert Rukwied.

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