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Produktion und Förderung

EHEC: Mehr Gemüse nach Russland, Schweizer fordern Schadenersatz

von , am
26.07.2011

Zürich/Moskau - Während Russland inzwischen auch wieder Gemüselieferungen aus Italien und Ungarn erlaubt, machen schweizer Gemüseproduzenten Schadenersatzansprüche geltend.

Bei 97 Prozent der beprobten Lebensmittel lag der Rückstandswert für Pestizide unter dem zugelassenen Grenzwert. © Steve_ohne_S/aboutpixel.de
Ab sofort dürfen zwei weitere EU-Länder, Italien und Ungarn, rohes Gemüse nach Russland exportieren. Zuvor hat der russische Verbraucherschutzdienst die Landesgrenzen für Gemüse aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, den Niederlanden, Polen, Spanien, und Tschechien wieder geöffnet. Das Verbot für dessen Bezug aus der gesamten EU war am 2. Juni 2011 wegen der EHEC-Ausbreitung verhängt worden.

Schweizer Gemüseprodzenten fordern 6,6 Millionen Franken

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Verband schweizerische Gemüseproduzenten (VSGP) bereits am 21. Juli den Antrag auf Entschädigung der EHEC-bedingten Markteinbrüche eingereicht. Die Entschädigungsforderung liegt bei 6,6 Millionen Franken.
 
Der VSGP hat die in einem Dossier zusammengetragenen Entschädigungsforderungen für Gurken, Tomaten, Salate und Sprossen beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) eingereicht. Die Einkommensverluste der substanziell betroffenen Gemüseproduzenten belaufen sich auf 6,6 Millionen Franken, schreibt der VSGP. Der Gesamtschaden der Branche sei jedoch deutlich höher. Die Berechnungen beziehen sich auf die in den Wochen 22 bis 25 erlittenen Verluste und seien von Experten der Schweizer Hagelversicherung und den kantonalen Fachstellen erfasst und kontrolliert worden. Die Entschädigungsssume beinhaltet die Schäden für die vernichteten Mengen an Gurken, Tomaten und Sprossen sowie den Minderverkäufen bei Salaten. Der VSGP verlangt vom Bund die vollumfängliche Entschädigung aller von EHEC betroffenen Produkte.
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