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Produktion und Förderung

Einkommen der Landwirte bleibt stabil

von , am
05.12.2012

Berlin - DBV-Präsident Joachim Rukwied stellte heute den neuen Situationsbericht in der Bundespressekonferenz vor. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr war insgesamt zufriedenstellend.

Der Präsident des DBV, Joachim Rukwied präsentiert den neuen Situationsbericht vor der Presse in Berlin. © Fritz/agrarheute
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, stellte heute in der Bundespressekonferenz den neuen Situationsbericht vor. "Für unsere Bauern hat sich das abgelaufenen Wirtschaftsjahr insgesamt befriedigend entwickelt, allerdings mit größerer Unterscheiden nach Betriebsformen und Betriebsgrößen", sagte Rukwied vor der Presse in Berlin.

Unternehmensergebnis auf Vorjahresniveau

Die Einkommen der deutschen Bauern sind trotz teilweise gestiegener Agrarpreise im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2011/12 im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert geblieben. Deutliche Unterschiede gibt es jedoch nach Betriebsformen und Regionen. Im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe betrug das Unternehmensergebnis 58.200 Euro je Betrieb bzw. 39.700 Euro je Familienarbeitskraft. "Eine Punktlandung im Vergleich zum Vorjahr", stellte Rukwied fest. Im vorangegangenen Wirtschaftsjahr waren es 58.050 Euro. Vom Unternehmensergebnis seien immer noch 45 Prozent EU-Direktzahlungen. "Das zeigt, wie notwendig die Fortführung der Zahlungen ist", betonte Rukwied.

Ackerbauern stehen schlechter da als im Vorjahr

Die Veredlungsbetriebe mit Schwerpunkt in der Schweinehaltung konnten ihr Ergebnis nach einer wirtschaftlichen Durststrecke deutlich verbessern. Mit 55.900 Euro haben sie aber immer noch ein unterdurchschnittliches Unternehmensergebnis erzielt. Dagegen konnten die Acker- und Milchbauern in 2011/12 das Vorjahresniveau nicht wieder erreichen. Die Ackerbauern haben mit 62.700 Euro ein 12 Prozent niedrigeres Unternehmensergebnis erzielt, die Milchbauern mit 62.100 Euro ein um vier Prozent niedrigeres. 
Inwieweit die Erneuerbaren Energien zum Unternehmensergebnis beitragen war nicht eindeutig festzustellen. Dafür sei laut Rukwied eine detaillierte Betriebsanalyse nötig. Bekannt sei aber, dass die Landwirte mit den Erneuerbaren Energien einen Erlös von 5,7 Milliarden Euro erzielten. Zum Vergleich: Mit der Landwirtschaft wird ein Erlös von 54 Milliarden Euro Erwirtschaftet, betonte der stellvertretende Generalsekretär, Udo Hemmerling.

Steigende Kosten kontra Erlöse

Höheren Erlösen standen durchweg stark gestiegene Kosten für wichtige Betriebsmittel gegenüber. Vor allem Futtermittel, Düngemittel sowie Treibstoff und Energie haben sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr erheblich verteuert. Diese Entwicklung hält auch im laufenden Wirtschaftsjahr an. Positiv ist zu verzeichnen, dass die Betriebe ihr relativ hohes Investitionsniveau gehalten haben. Die Nettoinvestitionen lagen bei rund 14.000 Euro je Betrieb. Für die Zukunft geht Rukwied von einer stabilen Einkommenslage in allen Sektoren der Landwirtschaft aus.
Grundlage der Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der bäuerlichen Unternehmen sind 16.100 Buchführungsabschlüsse von landwirtschaftlichen Haupt- und Nebenerwerbs-betrieben im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2011/12, die vor allem von LAND-DATA ausgewertet wurden.
 
Der Situationsbericht 2012/13 des Deutschen Bauernverbandes kann als gedrucktes Exemplar gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro je Stück plus Versandkosten beim DBV bestellt werden. Die Bestellung erfolgt unter www.situationsbericht.de/shop im Internet. Kostenfrei kann der Bericht im Internet unter www.situationsbericht.degelesen werden.
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