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Produktion und Förderung

Eiweißpflanzen: Aigner stellt Plan vor

von , am
27.12.2012

Berlin - Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat seine neue Eiweißpflanzenstrategie veröffentlicht, mit dem es den Anbau heimischer Eiweißpflanzen fördern will.

Leguminosenpartner stellen den Nichtleguminosen Stickstoff für ihr Wachstum bereit. © Mühlhausen/landpixel
Wie Ressortchefin Ilse Aigner erklärte, soll die Strategie bestehende Wettbewerbsnachteile für Eiweißpflanzen abbauen sowie deren Erforschung und den Wissenstransfer in die Praxis fördern. Darüber hinaus soll geklärt werden, wie der Anbau von Eiweißpflanzen durch agrarpolitische Instrumente weiter an Attraktivität gewinnen kann.
 
Zur Umsetzung der Strategie werden laut Angaben des Ministeriums zunächst zwei Demonstrationsnetzwerke für Sojabohnen und Lupinen etabliert, in denen sich bis zum Jahr 2016 zusammen mindestens 100 Soja- und 30 Lupinenbetriebe organisieren sollen.

Potenziale der Eiweißpflanzen nutzen

"In den Netzwerkbetrieben werden vorliegende wissenschaftliche Ergebnisse sowie neue Technologien und Verfahren praxisnah erprobt und weiterentwickelt", erläuterte Aigner. Man setze bei Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel an und verzahne die Projekte eng mit zusätzlichen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Daraus gewonnene Ergebnisse flössen direkt in das Netzwerk der Modellbetriebe zurück. Ähnliche Vorhaben für Ackerbohnen und Erbsen sollen im kommenden Frühjahr auf den Weg gebracht werden. Als Gründe für die Förderung des Eiweißpflanzenanbaus nannte Aigner unter anderem die Sicherung der Versorgung mit Eiweißpflanzen, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit sowie die Verringerung des Verbrauchs an Stickstoffdünger und von Treibhausgasemissionen.
 

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