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Produktion und Förderung

ELER: Brüssel genehmigt alle 13 deutschen Förderprogramme

© agrar-press
von , am
27.05.2015

Für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) hat die EU-Kommission jetzt alle 13 deutschen Förderprogramme bis 2020 genehmigt. Insgesamt 17 Milliarden Euro stehen zur Verfügung.

EU-Agrarzahlungen: Die Empfänger der öffentlichen Fördermittel sind jetzt online aufrufbar. © Lilo Kapp/pixelio
Gestern erhielten die sieben noch ausstehenden ELER-Programme der Bundesländer ein positives Votum von der EU-Kommission. Gemeinsam mit 23 weiteren Entwicklungsprogrammen von EU-Mitgliedstaaten wurden die Förderprogramme für den Ländlichen Raum von 2014 bis 2020 offiziell genehmigt. Deutschland liegt bei den Genehmigungen im EU-weiten Vergleich in der Spitzengruppe. 
 
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigte sich zufrieden: "Mit der ELER-Förderung können wir die ländlichen Regionen noch wirkungsvoller stärken. Wir haben in diesem Bereich alle Möglichkeiten ausschöpft, um die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken, unsere Kulturlandschaftenzu erhalten und die Entwicklung ländlicher Regionen zu sichern."
  • Baden-Württemberg: Insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro wurden gestern offiziell für die Entwicklung des ländlichen Raums genehmigt. Das sind pro Jahr 270 Millionen Euro.
  • Schleswig-Holstein: 620 Millionen Euro hat die EU-Kommission gestern dem Bundesland für die siebenjährige Förderperiode genehmigt. Davon stammen fast 420 Millionen aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) – 117 Millionen Euro mehr als in den sieben Jahren zuvor. Diese werden mit nationalen Mitteln in Höhe von rund 200 Millionen Euro kofinanziert, die von Bund, Land und Kommunen beigesteuert werden. Der Anteil der Landesmittel liegt bei knapp 80 Millionen Euro.
 
Weitere Infos zur Entwicklung der ländlichen Räume finden Sie hier...

Knapp 17 Milliarden für Deutschland

Mit Hilfe des ELER, der so genannten "zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik", setzen die EU-Mitgliedstaaten Entwicklungsprogramme für die Förderperiode 2014 bis 2020 um. Insgesamt sollen in Deutschland knapp 17 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln in den Jahren 2014 bis 2020 eingesetzt werden, um die ländliche Entwicklung zu fördern - das sind gut 2,4 Milliarden Euro jährlich. Neben den EU-Mitteln in Höhe von insgesamt 9,44 Milliarden Euro sollen rund 7,5 Milliarden Euro an nationalen Mitteln des Bundes, der Länder und der Kommunen bereitgestellt werden.
 
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt die Länder dabei über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) mit einem gemeinsamen inhaltlichen Rahmen für zentrale Fördermaßnahmen sowie finanziell; im Jahr 2015 stehen dafür 620 Millionen Euro im Bundeshaushalt zur Verfügung. 
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