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Hungerkrise mit Spenden lindern

Elon Musk im Streit mit der Welthungerhilfe - es geht um 6 Milliarden

Getreide.
am Dienstag, 02.11.2021 - 10:55 (6 Kommentare)

Der reichste Mann der Welt, Elon Musk, der jetzt ein Nettovermögen von fast 300 Milliarden US-Dollar hat, hat angekündigt, 6 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung des Welthungers zu spenden.

Aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Der reichste Mann der Welt antwortete damit dem Direktor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, der letzte Woche gegenüber CNN gesagt hatte, dass 6 Milliarden US-Dollar von Menschen wie Musk und Jeff Bezos „42 Millionen Menschen helfen könnten“, von denen er sagte, dass sie „buchstäblich sterben würden, wenn wir sie nicht erreichen“.  

In einem Tweet an diesem Wochenende forderte Musk die Welternährungsorganisation heraus und sagte, dass er Tesla-Aktien „jetzt sofort verkaufen würde", wenn ihm das Welternährungsprogramm die Verwendung der der 6 Milliarden US-Dollar offenlegen würde („Open Source Accounting“).

Musk schrieb auf Twitter, dass er und die Öffentlichkeit ein Recht haben, "genau zu sehen, wie das Geld ausgegeben wird". David Beasley vom Welternährungsprogramm WFP antwortete nach Berichten von US-Medien auf Musk Forderung mit den Worten: „Ich kann Ihnen versichern, dass wir über die Systeme für Transparenz und Open-Source-Buchhaltung verfügen. Ihr Team kann uns überprüfen und mit uns zusammenarbeiten, um sich dessen absolut sicher zu sein."

Er stellte außerdem klar, dass die 6 Milliarden Dollar nicht "das Problem des Welthungers lösen" würden, wie Musk auf seinem Twitter schrieb, sondern eher eine "einmalige Spende zur Rettung von 42 Millionen Menschenleben während dieser beispiellosen Hungerkrise sind".

Spende von 2 % des Nettovermögens gefordert

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Beasley sagte letzte Woche auf CNN: „Es ist nicht kompliziert. Ich fordere sie (Musk) nicht jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr auf Jahr dazu auf. Alles, was ich verlange, sind 2 % Ihres Nettovermögens. Ich bin für Leute, die Geld verdienen, aber Gott weiß, ich bin auch dafür, dass sie Menschen helfen, die gerade in großer Not sind. Die Welt hat ein großes Problem."

Am Wochenende hatte Musk einem Twitter-Nutzer geantwortet, der darauf hinwies, dass die 6 Milliarden Dollar nur 2 % seines Nettovermögens ausmachen würden. Musk hatte gesagt, wenn das WFP „genau“ beschreiben könnte, wie die Spende den Welthunger lösen würde, würde er „Tesla-Aktien sofort verkaufen und es tun“.

Beasley antwortete Musk etwas später, "ich kann mit dem nächsten Flug bei dir sein". Beasley sagte auch, dass die Zahl von 6 Milliarden helfen würden „die globale politische Instabilität und Massenmigration zu verhindern und 42 Millionen Menschen vom Rande des Hungers zu retten“.

Musk wurde zuvor dafür kritisiert, dass er nicht mehr von seinem riesigen Vermögen spendet, obwohl er auch sagte, dass er es vorzieht, beim Spenden von Geld anonym zu bleiben, und Anfang des Jahres Twitter-Nutzer um „kritisches Feedback“ zu seinen Spendenmöglichkeiten gebeten hat. Anfang dieses Jahres hat Musk öffentlich zugesagt, 150 Millionen US-Dollar zu spenden, darunter einen Preis von 100 Millionen US-Dollar in einem Wettbewerb zur Kohlenstoffabsonderung aus der Atmosphäre.

Was machen die Hilfsorganisationen mit dem Geld?

Beasley antwortete auf Musks Frage zu den Ausgaben des WFP, das es insgesamt 8,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 waren. „Die 8,4 Milliarden US-Dollar, decken das ab, was wir brauchten, um im Jahr 2020 etwa 115 Millionen Menschen mit Nahrungsmittelhilfe zu versorgen", sagte er. "Wir brauchen jetzt 6 Milliarden US-Dollar zusätzlich zu unserem bestehenden Finanzierungsbedarf aufgrund des perfekten Sturms durch die sich verstärkenden Auswirkungen von Covid, regionalen Konflikten und Klimaschocks.

"Die aktuelle Hungerkrise ist ein „giftiger Cocktail“ aus Konflikten, Klimawandel, Katastrophen, struktureller Armut und Ungleichheit sagt der WFP- Chef weiter. COVID-19 hat alles noch schlimmer gemacht. Laut Welternährungsprogramm wird eine globale Hungersnot dann ausgerufen, wenn Unterernährung weit verbreitet ist und Menschen an Hunger sterben, weil sie keinen Zugang zu ausreichender Nahrung haben.

Menschen in 43 Ländern seien derzeit "am Rande einer Hungersnot und des Hungertods", darunter Afghanistan, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Haiti, Honduras, Südsudan, Sudan, Uganda, Venezuela, Jemen und Simbabwe, sagte Beasley weiter. Um möglichst viele Leben zu retten, habe die Organisation einen Nahrungsmittelnothilfeplan aufgelegt.

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