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Produktion und Förderung

Erzeugerpreise April: Butter um gut 15 Prozent teurer

von , am
21.05.2013

Wiesbaden - Das Statistische Bundesamt hat die Erzeugerpreise für April veröffentlicht. Der Butterpreis ist im Jahresvergleich deutlich gestiegen. Futter war zwar wieder teurer, langfristig aber sinkt der Preis.

Im Januar 2015 legte der Rohstoffwert seit langem mal wieder etwas zu. © robynmac/fotolia
Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im April im Jahresvergleich lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. Eine niedrigere Jahresveränderungsrate gab es zuletzt im März 2010 (Minus 1,5 Prozent). 
 
Im Vergleich zum Vormonat März sind die Erzeugerpreise nach Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) leicht um 0,2 Prozent gesunken.

Butter- und Futterpreis steigt

Die Preise für Verbrauchsgüter lagen im April um 1,6 Prozent höher als im April des letzten Jahres. Gegenüber März blieben sie unverändert. Die Nahrungsmittelpreise stiegen dabei im Jahresvergleich um 2,6 Prozent, gegenüber dem Vormonat gab es keine Veränderung. 
 
Wesentlich teurer als im April 2012 war Butter (Plus 15,3 Prozent). Damit hat sich hier der Trend umgekehrt: Zum Jahresanfang (Januar) war Butter im Jahresvergleich um 6,5 Prozent billiger. Im Vergleich zum März 2013 ist der Butterpreis um fünf Prozent gestiegen.
So genannte Vorleistungsgüter (sie werden im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt) sind im April 2013 um 0,7 Prozent billiger gewesen als im April 2012. Futter für Nutztiere folgte diesem Trend jedoch nicht: Hier schnellte der Preis im Jahresvergleich um 13,9 Prozent nach oben. Langfristig betrachtet geht der Futterpreis im Jahresvergleich jedoch zurück: Im März lag der Preisunterschied noch bei 18,6 Prozent, im Januar 2013 im Vergleich zum Januar 2012 sogar bei 23,4 Prozent.
Getreidemehl kostete im April dieses Jahres 11,1 Prozent mehr als im April 2012.

Energiepreise entwickeln sich uneinheitlich

Die Energiepreise sind verglichen mit dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent gesunken. Allerdings entwickelten sich die Kosten bei den verschiedenen Energieträgern uneinheitlich. Während Mineralölerzeugnisse um 8,3 Prozent günstiger waren als im April 2012, stieg der Strompreis um 1,4 Prozent. 
 
Im Vergleich zum März 2013 sind die Energiepreise um 0,3 Prozent gefallen.
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