Login
Produktion und Förderung

EU-Beihilfen: Anträge für Entschädigung jetzt stellen!

von , am
21.10.2014

Obst- und Gemüseerzeuger, die vom Importstopp Russlands betroffen sind, können ab sofort finanzielle Entschädigungen bei den Landesämtern beantragen. Wo sie Anträge stellen müssen, erfahren Sie hier.

Landwirten haben nunmehr die Möglichkeit einer nachträglichen und sanktionsfreien Antragsberichtigung bei den Zwischenfrüchten und Grasuntersaaten auf Ökologischen Vorrangflächen. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Agrarministerien der Länder haben nun bekannt gegeben, dass Erzeuger von Äpfeln, Birnen und Kohl die von der EU bereitgestellten Entschädigungszahlungen beantragen können. Jedoch nur solange bis das Kontingent ausgeschöpft ist. Daher sollten die Anträge baldmöglichst beim entsprechenden Landesamt gestellt werden.
 
 
 
Brüssel gewährt den Erzeugern pro 100 Kilo einen Entschädigungsbetrag von:
  • 16,98 Euro bei Äpfeln
  • 23,85 Euro bei Birnen
  • 5,81 Euro bei Weiß- und Rotkohl
Zusätzlich können Sortier-, Verpackungs- und Transportkosten erstattet werden. Die Vernichtung der Ware wird nicht entschädigt. EU-Sondermaßnahmen sind befristet und gelten für den Zeitraum vom 18. Oktober bis maximal 31. Dezember 2014.

Die Anträge können bei folgenden Ämtern gestellt werden:

Wer kann Entschädigungen beantragen?

Sobald das von der EU für Deutschland zugeteilte Gesamtkontingent von 16.100 Tonnen, (Äpfel und Birnen: 15.100 t, Kohl: 1.000 t) ausgeschöpft ist, sind keine Anmeldungen mehr möglich. Entschädigungen beantragen dürfen:
  • nach EU-Recht anerkannte Erzeugerorganisationen (EO) im Sektor Obst und Gemüse
  • Erzeuger, die nicht Mitglied einer Erzeugerorganisation sind und ihre Produkte selbst erzeugen

Kostenlose Verteilung an gemeinnützige Einrichtungen

Marktfähige Ware kann kostenlos an bestimmte gemeinnützige Einrichtungen oder wohltätige Stiftungen, einschließlich "Tafeln" verteilt werden. Zudem können Marktrücknahmen an genehmigte Einrichtungen (z. B. Justizvollzugsanstalten, Schulen, Kinderferienlager, Krankenhäuser und Altenheime) vergeben werden. Diese von der zuständigen Stelle genehmigten Einrichtungen müssen der Erzeugerorganisation beziehungsweise dem Erzeuger vor Anmeldung der Maßnahme erklären, dass die kostenlos erhaltenen Mengen zusätzlich zu den normalerweise eingekauften Mengen verteilt werden.
Auch interessant