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Produktion und Förderung

EU fördert Absatz von Agrarerzeugnissen

© Eisenhans/Fotolia
von , am
19.11.2012

Brüssel - Die Europäische Kommission hat 14 Programme genehmigt, die den Absatz von Agrarerzeugnissen im Binnenmarkt und in Drittländer fördern. 27,15 Millionen Euro steuert die EU bei.

46,5 Millionen Euro Förderung sollen den Absatz von EU-Produkten beleben. © Tanja Bagusat/fotolia
Die Europäische Kommission hat eine letzte Tranche von 14 Programme genehmigt, mit denen der Absatz von Agrarerzeugnissen in der Europäischen Union und in Drittländern gefördert werden soll. Die Mittelausstattung der Programme über eine Laufzeit von drei Jahren beträgt insgesamt 53,86 Millionen Euro, wobei sich der Beitrag der EU auf 27,15 Millionen Euro beläuft.

Ausgewählte Produkte werden gefördert

Die Themen der ausgewählten Programme sind frisches und verarbeitetes Obst und Gemüse, Milch und Milcherzeugnisse, geschützte Ursprungsbezeichnungen, geschützte geografische Angaben und garantiert traditionelle Spezialitäten sowie Olivenöl, ökologische Erzeugnisse, Zierpflanzen und Fleisch.
Von den 14 Programmen sind zehn Programme auf den Binnenmarkt und vier auf Drittländer ausgerichtet sind.  Die Programme für Drittländer waren auf den russischen, den chinesischen, den nord- bzw. lateinamerikanischen, den norwegischen und den japanischen Markt sowie Märkte in Südostasien zugeschnitten.
Für das ganze Jahr 2012 hat die Europäische Kommission insgesamt 34 von den Mitgliedstaaten eingereichte Programmvorschläge über einen Gesamtbetrag von 124,6 Mio. EUR gebilligt, wobei 63,1 Mio. EUR von der EU kofinanziert werden.

Hintergrund:

Im Jahr 2000 beschloss der Rat, dass die EU Maßnahmen finanziell unterstützen kann, die der Absatzförderung für bzw. der Information über Agrarerzeugnisse auf dem Binnenmarkt oder in Drittländern dienen. Die Mittelausstattung für diese Förderprogramme beträgt insgesamt etwa 55 Millionen Euro jährlich. Für die Finanzierung kommen Maßnahmen wie Öffentlichkeitsarbeit, Absatzförderungs- oder Werbekampagnen infrage, insbesondere wenn sie die Vorzüge von Erzeugnissen aus der EU z. B. in Bezug auf Qualität, Lebensmittelsicherheit und Hygiene, Nährwert, Etikettierung, Tierschutz oder umweltgerechte Produktionsmethoden herausstellen.
Die EU finanziert bis zu 50 Prozent der Kosten dieser Programme und bis zu 60 Prozent der Kosten, wenn für den Verzehr von Obst und Gemüse durch Kinder geworben oder über verantwortungsvolles Trinken und die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums informiert wird. Die übrige Finanzierung wird von den Branchen- bzw. Dachorganisationen, die die Programme vorgeschlagen haben, und in einigen Fällen auch von den betreffenden Mitgliedstaaten getragen.
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