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Produktion und Förderung

EU genehmigt Verlängerung der deutschen Krisenbeihilfe

von , am
11.02.2011

Brüssel - Deutschland darf seinen Landwirten weiterhin mit Beihilfen von bis zu 15.000 Euro über die derzeitige Wirtschaftskrise helfen. Die EU-Kommission hat die deutsche Beihilferegelung für Landwirte verlängert.

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Mehr Flexibilität beim Investitionsabzug wird durch das vom Bundestag beschlossene Bundesänderungsgesetz erreicht. © fotolia
Die Unterstützung war von Brüssel bereits 2009 gebilligt worden und bis Ende 2010 befristet. Genehmigt wurde ein Paket von insgesamt 100 Mio. Euro. Das Geld soll Landwirten  in allen Teilbereichen der landwirtschaftlichen Primärproduktion helfen, die wegen der Wirtschaftskrise und nicht vor dem 1. Juli 2008 in Schwierigkeiten geraten sind. Anträge können bis zum 31. März 2011 bei den deutschen Behörden eingereicht werden. Die Bewilligung muss bis zum 31. Dezember 2011 erfolgen. Die Beihilfe wird in Form von direkten Zuschüssen, Zinszuschüssen, subventionierten Darlehen und subventionierten Bürgschaften gewährt.
 
Die Finanzkrise führte zu einem abrupten Ende von BIP-Wachstum, niedrigem Beihilfeniveau und rückläufigen Haushaltsdefiziten. Die EU-Mitgliedstaaten gewähren deshalb seit 2008 staatliche Beihilfen, die 2008 eine Gesamthöhe von 279,6 Mrd. EUR bzw. 2,2 % des Brutto-Inlandsproduktes der EU-27 hatten - fast fünfmal soviel wie 2007. In die Bereiche Landwirtschaft flossen 2008 EU-weit 11,8 Mrd. EUR bzw. 17,5 % des Gesamtbeihilfevolumens, 2009 waren es 11,6 Mrd. EUR bzw. 15,9 % des Gesamtbeihilfevolumens. (dpa/Europa.eu)
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