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Marktprognose

EU-Kommission rechnet mit gleichbleibenden Getreidepreisen

aiz/Katharina Krenn/agrarheute
am
11.07.2016

Aufgrund der weltweit guten Ernteerwartungen sieht die EU-Kommission für die Getreidepreise wenig Spielraum nach oben. Besser ist der Ausblick für den Schweinemarkt.

Die EU-Kommission rechnet in ihrem Short-Term-Outlook mit 313 Mio. t Getreide in der EU in diesem Jahr. Das wäre ein Zuwachs von 2,5 Mio. t gegenüber dem Vorjahr.

  • Die Maiserzeugung setzt die Brüsseler Behörde in ihrer Kurzfristanalyse um 12 Prozent (%) über der Vorjahresmenge an.
  • Die EU-Gerstenproduktion könnte um 7 % über 2015/16 liegen.
  • Nur beim Weizen geht die EU-Kommission von einem Rückgang in Höhe von 5 % aus.

Da auch in anderen Teilen der Welt eine reichliche Getreideernte anstehe, würden die Preise im Laufe des Vermarktungsjahres in etwa auf dem heutigen Niveau verharren.

Chinaexporte beleben den Schweinemarkt

Optimistischer ist die Behörde in ihrem Short-Term-Outlook für den Schweinefleischmarkt. Motor seien die Schweinefleischexporte nach China. Diese beziffert die EU-Kommission für 2016 auf 2,4 Mio. t, was einen Zuwachs um 18 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Milchpreise leicht gestiegen

Seit Anfang Mai seien auch die Preise für Butter, Milchpulver und Käse angezogen, hält die EU-Kommission fest. Die Exporte von Molkereiprodukten lägen 2016 wahrscheinlich um 5 % über dem Vorjahr. Allerdings habe sich dieser Trend noch nicht in höheren Milchpreisen niedergeschlagen, bemängelt die Kommission.

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