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Direktzahlungen

EU-Krisenreserve wurde nicht angetastet

Taschenrechner und Bargeld
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
01.12.2017

Die EU-Krisenreserve von 433 Millionen Euro wurde im Haushaltsjahr 2017 nicht angetastet. Das Geld wird den Landwirten gutgeschrieben, für 2018 aber gleich wieder von den Direktzahlungen abgezogen.

Wie die Europäische Kommission mitteilte, entfallen von der Gesamtsumme rund 58 Millionen Euro auf Deutschland. Das ist der zweithöchste Betrag in der Gemeinschaft. Die höchste Erstattung entfällt auf Frankreich mit 89,9 Millionen Euro.

Für die landwirtschaftliche Krisenreserve wird seit dem Haushaltsjahr 2014 jährlich Geld aus dem EU-Budget für Direktbeihilfen zurückgehalten, um im Krisenfall beispielweise Marktstützungsmaßnahmen zu finanzieren. Das Geld wird am Ende des Jahres ausgezahlt, wenn es nicht in Anspruch genommen wurde. Im nächsten Jahr wiederholt sich der Abzug, sodass daraus aus Sicht der Landwirte ein Nullsummenspiel wird.

Sondermaßnahmen aus dem laufenden Haushalt

Die EU-Kommission wies darauf hin, dass sie seit September vergangenen Jahres zwar mehr als 1 Milliarde Euro an zusätzlichen Hilfen für die Landwirte bereitgestellt habe, die unter einer schwierigen Marktlage zum Beispiel bei Obst und Gemüse sowie Milch gelitten hätten.

Diese Maßnahmen seien jedoch nicht aus der Krisenreserve, sondern aus dem laufenden Haushalt finanziert worden, um die Direktbeihilfen für die Landwirte nicht zu mindern.

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