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Die Fakten zur Agrardieselvergütung: Antrag, Rückzahlung, Hintergründe

Einige Landwirte warten noch auf ihre Steuererstattung. © agrarfoto
von am
08.02.2018

Land- und Forstbetriebe können 21,48 Cent pro Liter verbrauchtem Agrardiesel bekommen. Doch 2017 gab es eine Änderung im Antragsverfahren. Wir fassen die Fakten zum Agrardieselantrag zusammen.

Was ist die Agrardieselvergütung?

Mit einer teilweisen Vergütung der Energiesteuer soll für die deutsche Land- und Forstwirtschaft im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten die Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden. Die rechtliche Grundlage ist das Energiesteuergesetz, § 57 "Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft".

Wer bekommt eine Agrardieselvergütung?

Land- und Forstbetriebe sind berechtigt den Antrag zu stellen. Voraussetzung ist, dass die zu vergütende Energiesteuer mindestens 50 Euro beträgt. Das ist ab 233 Liter Diesel der Fall.

Die Verwendung von Biodiesel in Reinform und von Pflanzenöl in der Land- und Forstwirtschaft ist nach dem Energiesteuergesetz steuerfrei (der volle Steuersatz wird rückvergütet).

Wie hoch ist die Agrardieselvergütung?

Die Vergütung beträgt 21,48 Cent/Liter. Das ist die Differenz des Steuersatzes für Agrardiesel (25,56 Cent/Liter) zum vollen Steuersatz (47,04 Cent/Liter).

Wie stellen Landwirte den Agrardieselantrag?

Der Antrag wird bei der Bundeszollverwaltung bzw. den Hauptzollämtern gestellt. Die Abgabefrist für Anträge auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft endet am 30. September des Folgejahres, also für Vergütung des Jahres 2017 am 30. September 2018.

Die Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft ist mit einer Steueranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck für die innerhalb eines Kalenderjahres zu begünstigten Zwecken verwendeten Gasöl-, Pflanzenöl- und Biodieselmengen zu beantragen. Der Antragsteller hat in der Anmeldung alle für die Bemessung der Steuerentlastung erforderlichen Angaben zu machen und die Steuerentlastung selbst zu berechnen.

Hier finden Sie alle Formulare für den Agrardieselantrag für 2017 zum Ausdrucken.

Was hat sich am 01. Januar 2018 geändert?

Zum Jahreswechsel 2016 auf 2017 hatte der Zoll als zuständige Stelle für das Erstattungsverfahren bei Agrardiesel zusätzliche Formulare veröffentlicht, die landwirtschaftliche Betriebe ausfüllen müssen. Erstmals für das Verbrauchsjahr 2016 (Antragsjahr 2017) musste zusätzlich zu den üblichen Unterlagen eine sogenannte Selbsterklärung zu staatlichen Beihilfen (Formular 1139) eingereicht werden. Dies hat sich zum 01.01.2018 wieder geändert: Die benötigten Informationen werden nun in den oben genannten Agrardieselanträgen mit abgefragt (im Antrag 1140 unter Punkt 4 und im Antrag 1142 dadurch, dass der Antragsteller versichert, kein Unternehmen in Schwierigkeiten zu sein).

Neu ist seit 2017 die nachträgliche Anzeige- und Erklärungspflicht für Steuerentlastungen (wie z. B. Agrardieselsteuererstattungen), die künftig einmal jährlich abgegeben werden muss. Dies muss spätestens bis zum 30. Juni des Kalenderjahres, das der Auszahlung folgt, geschehen.

Schritt für Schritt: So wechseln Sie Öl und Ölfilter richtig

Ölstab prüfen
Ein Blick auf den Ölstab gehört bei vielen Landwirten nicht zur Routine. Spätestens jetzt sollte dafür aber Zeit sein. Deshalb ist der Wechsel von Öl und Ölfilter nicht nur in der Landtechnikwerkstatt Hupfloher an der Tagesordnung. © Julia Eder/agrarheute
Stehend gelagerter Ölfilter am Deutz-Fahr DX 3.50
Der Ölfilter ist an diesem Deutz-Fahr DX 3.50 stehend gelagert und gut zugänglich. Alle 200 bis 500 Stunden - je nach Betriebsanleitung - oder alle zwei Jahre sollte der Filter gewechselt werden. © Julia Eder/agrarheute
Altöl ablassen
Dazu wird zunächst das Öl abgelassen. Wichtig ist, dass das umweltschädliche Altöl restlos in einem Auffangbehälter landet und im Behälter nicht verunreinigt wird. So wird es an Rückgabestellen und Entsorgungsstationen angenommen. © Julia Eder/agrarheute
Ölfilter lockern
Dann kann auch der Filter mit einem Schlüssel gelockert werden. Wurde er wie vorgeschrieben nur handfest angeschraubt und entsprechend geschmiert (dazu später mehr), gelingt das einfach.
Ölfilter im Deutz-Fahr DX 3.50
Auch hier muss jeder Tropfen Öl aufgefangen werden. Bei jüngeren Traktormodellen, in denen der Motorraum eng bemessen ist, ist der Ölfilter häufig nicht so leicht zugänglich wir hier. Dann sollte der Wechsel auf jeden Fall durch eine Werkstatt vorgenommen werden. © Julia Eder/agrarheute
Ölfilter entleeren
Danach den Ölfilter nochmal gut entleeren. © Julia Eder/agrarheute
Ölkreislauf verschließen
Der Ölkreislauf müsste inzwischen auch leer sein und kann wieder fest verschlossen werden. © Julia Eder/agrarheute
Neuer Ölfilter
Nun wird der neue Ölfilter angeschlossen. Piktogramme auf der Kartusche oder der Beschreibungstext zeigen, wie das im jeweiligen Fall funktioniert, denn es gibt liegende und stehende Filter, welche mit und welche ohne Ventil. © Julia Eder/agrarheute
Ölfilter abschmieren
Das Gewinde muss zunächst geschmiert oder geölt werden, damit sich der Filter beim nächster Wechsel leichter lösen lässt. © Julia Eder/agrarheute
Neuer Ölfilter im Traktor
Auch wenn der Außensechskant zum Griff zum Schlüssel verleitet: Der dient nur zum Herausschrauben des Ölfilters. Reingedreht wird nur handfest und ohne Werkzeug. © Julia Eder/agrarheute
Öl im Traktor nachfüllen
Dann kann das neue Öl eingefüllt werden. Auch hier hilft im Zweifel ein Blick in die Betriebsanleitung, denn das falsche Öl kann zu schweren Schäden führen. Am Ölstab lässt sich ablesen, ob der Ölkreislauf voll genug ist. Doch dann ist es noch nicht vorbei ... © Julia Eder/agrarheute
Füllstand am Ölstab ablesen
 Am Ende den Traktor einmal starten: Dann wird das Öl umgewälzt und der neue Filter füllt sich. Anschließend kann nochmal ein wenig Öl nachgefüllt werden, bis die Anzeige am Ölstab wieder passt. Fertig! © Julia Eder/agrarheute
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