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Die Fakten zur Agrardieselvergütung: Antrag, Rückzahlung, Hintergründe

am
14.06.2019
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Land- und Forstbetriebe können 21,48 Cent pro Liter verbrauchtem Agrardiesel bekommen. Wir fassen die Fakten zum Agrardieselantrag zusammen.

Was ist die Agrardieselvergütung?

Mit einer teilweisen Vergütung der Energiesteuer soll für die deutsche Land- und Forstwirtschaft im Vergleich zu anderen Mitgliedstaaten die Wettbewerbsfähigkeit erhalten werden. Die rechtliche Grundlage ist das Energiesteuergesetz, § 57 "Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft".

Wer bekommt eine Agrardieselvergütung?

Land- und Forstbetriebe sind berechtigt den Antrag zu stellen. Voraussetzung ist, dass die zu vergütende Energiesteuer mindestens 50 Euro beträgt. Das ist ab 233 Liter Diesel der Fall.

Die Verwendung von Biodiesel in Reinform und von Pflanzenöl in der Land- und Forstwirtschaft ist nach dem Energiesteuergesetz steuerfrei (der volle Steuersatz wird rückvergütet).

Wie hoch ist die Agrardieselvergütung?

Die Vergütung beträgt 21,48 Cent/Liter. Das ist die Differenz des Steuersatzes für Agrardiesel (25,56 Cent/Liter) zum vollen Steuersatz (47,04 Cent/Liter).

Wie stellen Landwirte den Agrardieselantrag?

Der Antrag wird bei der Bundeszollverwaltung bzw. den Hauptzollämtern gestellt. Die Abgabefrist für Anträge auf Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft endet am 30. September des Folgejahres, also für Vergütung des Jahres 2018 am 30. September 2019.

Die Steuerentlastung für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft ist mit einer Steueranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck für die innerhalb eines Kalenderjahres zu begünstigten Zwecken verwendeten Gasöl-, Pflanzenöl- und Biodieselmengen zu beantragen. Der Antragsteller hat in der Anmeldung alle für die Bemessung der Steuerentlastung erforderlichen Angaben zu machen und die Steuerentlastung selbst zu berechnen.

Hier finden Sie alle Formulare für den Agrardieselantrag für 2018 zum Ausdrucken.

Seit April 2019: Meldepflicht fällt weg

Seit April diesen Jahres fällt die elektronische Meldepflicht zu Steuerentlastungen des vorangegangenen Kalenderjahres (Formulare 1462 und 1463) weg. Ein aufwendiges und überflüssiges Verfahren, da die meisten Betriebe unter der 200.000 Euro-Schwelle lagen und sich lediglich online befreien ließen. 

Die Meldepflicht galt ursprünglich ab 2017 und Betriebe mussten die Erstattungen spätestens bis zum 30. Juni des Kalenderjahres, das der Auszahlung folgte, elektronisch übermitteln. Per Bundesratsentschluss im Mai fällt die Meldepflicht nun endgültig weg. Betriebe, die mehr als 200.000 Euro an Steuerentlastungen erhalten, sind nach wie vor meldepflichtig. 

Änderung seit dem 01. Januar 2018

Zum Jahreswechsel 2016 auf 2017 hatte der Zoll als zuständige Stelle für das Erstattungsverfahren bei Agrardiesel zusätzliche Formulare veröffentlicht, die landwirtschaftliche Betriebe ausfüllen müssen. Erstmals für das Verbrauchsjahr 2016 (Antragsjahr 2017) musste zusätzlich zu den üblichen Unterlagen eine sogenannte Selbsterklärung zu staatlichen Beihilfen (Formular 1139) eingereicht werden.

Dies hat sich zum 01.01.2018 wieder geändert: Die benötigten Informationen werden nun in den oben genannten Agrardieselanträgen mit abgefragt (im Antrag 1140 unter Punkt 4 und im Antrag 1142 dadurch, dass der Antragsteller versichert, kein Unternehmen in Schwierigkeiten zu sein).

Hier finden Sie alles zu den beihilferechtlichen Vorgaben.

Schritt für Schritt: So wechseln Sie Öl und Ölfilter richtig

Ölstab prüfen
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Altöl ablassen
Ölfilter lockern
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Ölkreislauf verschließen
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Ölfilter abschmieren
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Öl im Traktor nachfüllen
Füllstand am Ölstab ablesen

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