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Schädlingskontrolle

Feldmäuse: Das ist bei der Bekämpfung zu beachten

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
12.10.2016

Regional treten aktuell wieder die Feldmäuse verstärkt auf. Diese Maßnahmen sollten Sie ackerbaulich bei starken Befall beachten.

Mit zunehmendem Bewuchs auf der Fläche verbessern sich die Entwicklungsbedingungen der Feldmäuse durch vermehrtes Nahrungsangebot und Deckung vor Greifvögeln. Wichtig bleiben Bodenbearbeitungsmaßnahmen wie die Beseitigung von Ausfallraps und -getreide, wie die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) auf isip mitteilt.

Eine Zuwanderung von angrenzenden Flächen kann mit einem gepflügten Randstreifen vermindert werden. Auch die LfULG Sachsen gibt Ratschläge zur Bekämpfung der Schadnager:

Ackerbauliche Maßnahmen: Das hilft gegen Feldmäuse

  • Bei Starkbefall in der Vorkultur kann ein späterer Aussaattermin bzw. die Wahl der Folgefrucht Entspannung bringen.
  • Bei der Bodenbearbeitung ist zudem auf eine ausreichende Bearbeitungstiefe (mindestens 20 cm) zu achten, damit Bausysteme möglichst nachhaltig zerstört werden. Die wendende Bodenbearbeitung bringt laut LfULG Sachsen den besten Erfolg. Aber auch ein tiefer Grubbereinsatz ist wirksam. Wiederholte mechanische Maßnahmen auf den Flächen verbessern die Wirksamkeit.
  • Die auflaufenden Saaten sollten von Beginn an in engen Abständen überwacht werden. Eine große Gefahr geht sowohl von den auf der Fläche verbliebenen, als auch von den aus Rückzugsgebieten (Schlagränder, Inseln von Windenergieanlagen usw.) einwandernden Mäusen aus.

Bekämpfung mit der Legeflinte

Sobald Befall auf dem Schlag festgestellt wird, ist der Einsatz der Zinkphosphid-Präparate (Giftweizen, Giftlinsen) mit der Legeflinte angeraten. Die Ausbringung von Giftweizen und -linsen zählt zu den einfachen Hilfstätigkeiten nach Pflanzenschutzgesetz. Der Anwender muss nicht sachkundig sein, die Anwendung muss aber unter Anleitung und Aufsicht einer sachkundigen Person erfolgen.

Dabei ist unbedingt sicher zu stellen, dass die Ausbringung der Mittel vollständig verdeckt, direkt in die Feldmausgänge erfolgt (NT661). Es darf kein Korn oder keine Linse an der Oberfläche verbleiben. Weitere Auflagen, wie die Abstände zu Oberflächengewässern, sind ebenfalls unbedingt entsprechend der Gebrauchsanweisung einzuhalten. 

Quelle: Material von LfULG Sachsen, TLL Thüringen

Feldmäuse: Schadbilder und Bekämpfung

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