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Produktion und Förderung

Festlicher Auftakt der EuroTier

von , am
14.11.2012

Hannover - "Leistungsfähig, wirtschaftlich erfolgreich und sehr sozial" - mit diesen Worten hat DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer gestern beim Eurotier-Abend die Agrarwirtschaft charakterisiert.

Bartmer sieht in der Sicherung hochwertiger globaler Ernährung das wichtigste Ziel einer verantwortungsvollen Weltgemeinschaft. Fortschritt, der diesem Ziel dient, sei nicht Selbstzweck und nicht zuerst ökonomisches Eigeninteresse eines Sektors. "Wenn wir in der Lage sind, ressourcenschonend mehr zu ernten, Futter besser zu verwerten, das Wohlbefinden der Tiere durch angepasste Haltungssysteme weiter zu optimieren, dann haben wir mehr geleistet als all die Rufer nach Selbstbeschränkung", erklärte der DLG-Präsident und spielte damit unter anderem auf die Forderungen nach einer Reduzierung des Fleischkonsums an.

Kein Gleichklang beim Tierwohl-Label

Die Goldmedaillen wurden gestern beim Eurotier-Abend verliehen. Ein Video von den einzelnen Gewinnern finden Sie ab morgen in unserer Mediathek. © DLG
Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in der Tierhaltung hervor. "Ein wesentliches Ziel ist, die gesellschaftliche Akzeptanz in der Tierhaltung zu steigern. Dabei sind insbesondere die Umwelt- und Tierschutzstandards weiter zu verbessern. Dies dient nicht zuletzt der Umsetzung der vom BMELV initiierten 'Charta für Landwirtschaft'", sagte Müller.
 
Die aktuellen Debatten um das so genannte Tiewohl-Label spiegelten sich auch beim Eröffnungsabend wieder. Während DLG-Präsdient Bartmer von einem "Wettlauf um Labels in Sachen Tiergerechtheit und Produktqualität" sprach, "deren Sinn und Kosten noch gar nicht zu greifen sind", sah Staatssekretär Müller Labels diese Art durchaus positiv.

Faszinierender Fortschritt auf 250.000 Quadratmetern

Auf der diesjährigen EuroTier bieten über 2.400 Aussteller aus 51 Ländern Faszination Technik, Faszination Wisen und innovative Lösungen in einer historisch noch nie dagewesenen Dichte und Vollständigkeit. "Dies sind 250.000 qm Fortschritt mit faszinierenden technischen Innovationen von kreativen, zumeist mittelständischen Unternehmen, die unmittelbar anwendbaren praktischen Nutzen entfalten, von Rind bis Schwein, vom Geflügel bis zur Aquakultur, vom Pferd zum Schaf", so Bartmer Zudem dokumentiere die BioEnergy Decentral eindrucksvoll die verschiedenen Schnittstellen zwischen Tierhaltung und nachhaltiger Energiewirtschaft.
 
Das Video vom Eröffnungsabend veröffentlichen wir am frühen Nachmittag.
 
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