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Produktion und Förderung

Flächenverbrauch: Landwirtschaft lässt weiter Federn

von , am
24.11.2011

Oldenburg - In Niedersachsen hält der Flächenverbrauch weiter an. Jedoch hat sich das Tempo etwas verlangsamt.

Flächenverbrauch: Zwischen 2008 und 2011 wurden in Deutschland 81 Hektar pro Tag für die Bebauung freigegeben. © Mühlhausen/landpixel
Im Vergleich zu den Vorjahren wurde 2010 weniger überwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. Das geht aus der aktuellen Bodennutzungserhebung hervor, aus der die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemeldung zitiert. Während in den Jahren 2001 bis 2008 die Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Tag um 13,3 Hektar zugenommen hat, lag der Flächenverbrauch im Zeitraum 2008 bis 2010 nur bei 9,8 Hektar pro Tag.
 
Nach Erhebungen des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie und des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche im gesamten Zeitraum seit 2001 um 6,8 Prozent auf 643.484 Hektar zu. Damit ist die Gesamtbodenfläche bereits zu 13,5 Prozent verbraucht.

124 Fußballfelder mehr Siedlungen

Besonders hoch liegen die Zuwachsraten an Siedlungs- und Verkehrsflächen in prosperierenden Landesteilen wie der Weser-Ems-Region. Die Entwicklung in Niedersachsen wird durch den bundesweiten Trend bestätigt. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland hat in den Jahren 2007 bis 2010 insgesamt um 2,7 Prozent oder 1.266 Quadratkilometer zugenommen. Das entspricht rechnerisch einem täglichen Anstieg von 87 Hektar oder etwa 124 Fußballfeldern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich damit die Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche auch auf Bundesebene gegenüber dem letzten Berechnungszeitraum (2006 bis 2009) verlangsamt, in dem die Zunahme noch 94 Hektar pro Tag betrug.

Verbesserung der Flächeneffizienz

Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist es, die tägliche Inanspruchnahme neuer Siedlungs- und Verkehrsflächen bis zum Jahr 2020 auf durchschnittlich 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Die Siedlungs- und Verkehrsflächen umfassen auch einen erheblichen Anteil unbebauter und nicht versiegelter Flächen. So haben zum Beispiel die Erholungsflächen – dabei handelt es sich insbesondere um Grünanlagen und Sportflächen – derzeit bundesweit einen Anteil von 8,4 Prozent an der Siedlungs- und Verkehrsfläche. Sie trugen in den Jahren 2007 bis 2010 in erheblichem Umfang (plus 31 Hektar pro Tag) zum Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche bei.
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