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Produktion und Förderung

Fleischproduktion erreicht neuen Höchststand

von , am
14.02.2012

Wiesbaden - Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 8,2 Millionen Tonnen Fleisch gewerblich erzeugt - ein Anstieg zum Vorjahr um 1,5 Prozent.

Die Kuhpreise sinken aufgrund erhöhter Schlachtzahlen. © contrastwerkstatt/Fotolia
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, resultiert der Produktionszuwachs um 119.000 Tonnen aus dem Anstieg der Schweine- und Geflügelfleischerzeugung. Die Rindfleischproduktion ging dagegen zurück. An der gewerblichen Fleischerzeugung insgesamt hat Schweinefleisch mit 68,1 Prozent den höchsten Anteil, danach folgen Geflügelfleisch (17,4 Prozent) und Rindfleisch (14,2 Prozent). Der Anteil an Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch beträgt zusammen 0,3 Prozent.

Mehr inländische Schweine geschlachtet

Beim Schweinefleisch gab es einen Anstieg der Schlachtzahlen um 1,5 Prozent, das waren 877.000 Tiere, auf 59,3 Millionen Schweine. Damit stieg die Erzeugung um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf gut 5,6 Millionen Tonnen. Die Zunahme ist allein auf die um 2,8 Prozent höheren Schlachtzahlen inländischer Schweine zurückzuführen. Das ist ein Plus von 1,5 Millionen Tieren. Die Zahl der im Ausland gemästeten, jedoch in Deutschland geschlachteten Schweine, sank um 11,9 Prozent, das sind 623.100 Tiere.

Jungmasthühnerfleisch verstärkt produziert

Die Geflügelfleischerzeugung stieg gegenüber dem Jahr 2010 um 43.200 Tonnen auf eine Jahresproduktion von 1,4 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Zuwachs von  3,1 Prozent. 853.600 Tonnen entfielen dabei auf Jungmasthühner. Die Sparte verbuchte einen Produktionszuwachs von 6,3 Prozent (51.000 Tonnen).

Zwei Prozent weniger Rinder geschlachtet

Knapp 1,2 Millionen Tonnen Rindfleisch wurden im Jahr 2011 gewerblich erzeugt. Im Vergleich mit dem Vorjahr verringerte sich die Produktion um 32.100 Tonnen, ein Minus von 2,7 Prozent. Entsprechend geringer waren die Schlachtungen von Rindern: Insgesamt wurden 3,7 Millionen verzeichnet. Das waren mit 76.500 Tieren genau zwei Prozent weniger als im Vorjahr.
 
Eine ausführliche Analyse findet Sie im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de, weitere Themen, Themenbereich Land- und Forstwirtschaft , tierische Erzeugung.

Video "EU-Tierschutz: Verstoßverfahren werden eingeleitet"

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