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Steuer und Finanzen

Wohin fließen die Versicherungsbeiträge der Landwirte?

von , am
15.10.2014

Kassel - Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau SVLFG hat ihre Geschäftszahlen 2013 vorgelegt. Daraus wird ersichtlich, wohin die Versicherungsbeiträge der Landwirte fließen.

Landwirtschaftliche Arbeit ist körperlich stark beanspruchend. LKK-Versicherte können ab jetzt an einem Gesundheitskurs teilnehmen. © Mühlhausen/landpixel
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat ihre Geschäftszahlen 2013 vorgelegt und zeigt, in welche Bereiche die Beiträge der Landwirte fließen.
 
"Das erste Jahr unseres Bundesträgers war geprägt von der Entwicklung und Umsetzung einheitlicher Beitragsmaßstäbe für die landwirtschaftliche Unfall- und Krankenversicherung. Die angeführten Eckdaten spiegeln die vielfältigen Leistungen der SVLFG wider", so der SVLFG-Vorstandsvorsitzende Arnd Spahn.

Größter Ausgabenposten der SVLFG: Alterssicherung der Landwirte

Danach beliefen sich die Gesamtaufwendungen für die landwirtschaftliche Unfallversicherung (LUV), Alterssicherung (AdL), Krankenversicherung (LKV), und Pflegeversicherung (LPV) im Jahr 2013 auf 6,72 Milliarden (Mrd.) Euro. Der größte Anteil entfiel mit 2,81 Mrd. Euro auf die Alterssicherung der Landwirte. Positiv bewertetet Spahn die Bereitstellung von 3,65 Mrd. Euro an Bundesmitteln aus dem Agrarhaushalt, die im Wesentlichen der Kompensation des anhaltenden Strukturwandels geschuldet sind. 2,65 Mrd. Euro hat die SVLFG in ihrem ersten Jahr für Renten in der AdL ausgegeben. Für Pflegeleistungen wurden 454 Millionen (Mio.) Euro aufgewendet. Die Ausgaben für Leistungen der LKV summierten sich auf 2,27 Mrd. Euro. Den größten Leistungsanteil hieran machte die Krankenhausbehandlung mit 932 Mio. Euro aus. Die Einsatzstellen für die Gewährung von Betriebs- und Haushaltshilfe bewilligten über alle Versicherungszweige 826.695 Einsatztage. Daraus resultierten Aufwendungen in Höhe von 98 Mio. Euro.
 
Die LKV stellt sich dar auf ein, dass die Altersgruppe der 70- bis 80-jährigen Mitglieder weiter zunehmen wird. Entsprechend ausgestaltet sind die Angebote. 55.657 Personen nahmen an einem sogenannten Disease-Management-Programm (DMP) teil.
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