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Arbeitskräfte

Flüchtlinge wollen Jobs in der Landwirtschaft

Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
02.12.2015

Immer wieder ist es im Gespräch: Flüchtlinge als Arbeitskräfte für die Landwirtschaft. Nun hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen Worten Taten folgen lassen und Flüchtlinge auf Agrarbetriebe in Osnabrück eingeladen.

Auf Einladung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) besuchten 40 Flüchtlinge landwirtschaftliche Betriebe in Osnabrück. Dabei konnte sich die Besuchergruppe über die Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft informieren. Neben Arbeitsplätzen auf Milchvieh-, Schweine- und Geflügelbetriebe wurden auch die Arbeitsmöglichkeiten in Gartenbau, Baumschulen und Bauernhofcafés vorgestellt. Unter den Teilnehmern waren Landwirte, Plantagenarbeiter und Agraringenieure aber auch Mediziner, Ingenieure und Schüler. Die Flüchtlinge haben deutlich den Wunsch geäußert, sofort zu arbeiten, um den eigenen Lebensunterhalt finanzieren zu können, meldet LWK Niedersachsen.

LWK unterstützt die Integration von Flüchtlingen

"Die Landwirtschaftskammer stellt sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und unterstützt die Integration von Flüchtlingen", sagte Gerhard Schwetje, Kammerpräsident. Derzeit bereite die Kammer Beratungs- und Qualifizierungsangebote für  Flüchtlinge in den Bereichen:

  • Tierhaltung,
  • Gartenbau und
  • Hauswirtschaft vor.

"Auch die grünen Berufe bieten den Flüchtlingen eine Chance, Fuß zu fassen, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren und ein neues Leben aufzubauen", so Schwetje. Auch online wird Flüchtlingen und potentiellen Arbeitgebern geholfen. Auf Agrarjobbörse gibt es unter anderem zahlreiche Informationen über Arbeitserlaubnis, Duldungserlaubnis, Meldepflichten und Ausbildungsmöglichkeiten.

Landwirte und Flüchtlinge tauschen sich aus

Bei dem Besuch entwickelte sich zwischen den deutschen Landwirten und den Flüchtlingen ein reger Austausch, auch über die Landwirtschaft in Syrien. So berichteten die Flüchtlinge über Obstplantagen in ihrer Heimat. Die deutschen Teilnehmer betonten, dass die deutsche Sprache nicht nur wichtig für die Verständigung, sondern auch wegen der Sicherheit im Job unumgänglich ist.

In Bildern: Die Kurzscheibenegge Joker RT von Horsch

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