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Produktion und Förderung

Förderwettbewerb: 70 Millionen Euro für Nordrhein-Westfalen

von , am
23.06.2014

Im Rahmen des LEADER-Wettbewerbs stehen bis 2020 70 Millionen Euro, um Projekte zur Entwicklung ländlicher Räume Nordrhein-Westfalens zu realisieren. Ab sofort können Anträge für die Teilnahme gestellt werden.

EU-Agrarzahlungen: Die Empfänger der öffentlichen Fördermittel sind jetzt online aufrufbar. © Lilo Kapp/pixelio
Die Fördermittel von insgesamt 70 Millionen Euro sind gebunden an das so genannte LEADER-Programm der EU. Über dieses Programm können ländliche Regionen eigene Entwicklungsstrategien mit europäischen und nationalen Fördermitteln in einer Höhe von jeweils bis zu rund drei Millionen Euro umsetzen. "LEADER ist ein Erfolgsmodell", sagte Landwirtschaftsminister Johannes Remmel und zog eine positive Bilanz aus der vergangenen LEADER-Förderperiode der Jahre 2007 bis 2013, in der insgesamt rund 16 Millionen Euro europäischer Mittel in zwölf ländliche Regionen Nordrhein-Westfalens investiert wurden.
 

Übergemeindliche Zusammenschlüsse sind berechtigt

Ziel des LEADER-Programms ist, die Wirtschaftskraft und die Lebensqualität ländlicher Gebiete zu stärken. Über LEADER gefördert werden sollen die besten und innovativsten Konzepte und Strategien. In einem Wettbewerbsverfahren sollen die besten Konzepte ermittelt werden. Der Startschuss für die offizielle Bewerbung wird im Herbst 2014 fallen, wenn der Förderwettbewerb ausgelobt wird.
 
Eine Jury von Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden entscheidet im Frühjahr 2015 auf Basis der vorgelegten Entwicklungskonzepte darüber, wer den Förderzuschlag als LEADER-Region erhält. Bewerben können sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40.000 bis 150.000 Einwohnern, soweit einzelne Ortsteile nicht mehr als 30.000 Einwohner zählen dürfen.
 

Lösungen für Folgen des demografischen Wandels

"Mit dem Ausbau des LEADER-Ansatzes wollen wir künftig mehr als 20 Regionen fördern", erklärte Remmel. Es müssten Lösungen gefunden werden für ganz alltägliche Probleme die zum Beispiel entstehen, wenn das letzte Geschäft im Dorf geschlossen wurde.
 
 
Es müssten aber auch Lösungen gefunden werden, um zum Beispiel Fachkräfte für die vielen mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum zu finden und zu halten, Investoren für neue Arbeits- und Einkommensquellen zu finden oder sich mit den Folgen des demografischen Wandels und einer immer älter werdenden Bevölkerung auch auf dem Lande auseinanderzusetzen. Wichtig sei auch, die regionalen Wirtschafts- und Sozialpartner in die Prozesse einzubinden und nachhaltige Strategien für alle Menschen in der Region zu entwickeln.“
 

Beratung zum Bewerbungsverfahren

Um sich auf die Bewerbung als LEADER-Region vorzubereiten, können ab sofort so genannte "LEADER-Starter-Kits" beantragt werden. Diese beinhalten insbesondere die Möglichkeit der Bezuschussung einer externen Beratung für Zusammenschlüsse interessierter Kommunen, Verbände, Vereine und sonstiger regionaler Akteure. Die Berater helfen dabei, den Aufbau einer von den Bürgerinnen und Bürgern getragenen Struktur für ein Bewerbungsverfahren sowie die Entwicklung lokaler Strategien zu initiieren.
 
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