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Produktion und Förderung

Forst live Nord kommt gut an

von , am
13.09.2011

Hermannsburg - Zufriedene Gesichter zum Abschluss der Forst live Nord, denn mit rund 9.000 Besuchern wurde das Vorjahresergebnis um 10 Prozent übertroffen.

20 Prozent mehr Aussteller als 2010 nutzten die Messe für ihre Präsentationen. © Werner Preugschat
Sieben Stunden Dauerregen am Donnerstag verwandelten große Teile des Geländes im Ortsteil Misselhorn in eine Schlammwüste. Tiefe Spuren auf dem  Platz, an anderer Stelle große Wasserlachen. Forstlohnunternehmer Mark Lindhorst aus Hermannsburg häckselte kurzentschlossn Demonstrationsholz klein, das ein Trecker mit Miststreuer verteilt. Radlader schieben den Matsch beiseite oder helfen bei der Häckselverteilung. „Unser Team und auch einige Aussteller haben die halbe Nacht gearbeitet. Aber gegen das Wetter ist man schließlich machtlos“, sagte Messepressesprecher Ferdinand Bäuerle fast schon resignierend.

20 Prozent mehr Aussteller als im vergangenen Jahr

Zum zweiten Mal Nach 2010 findet dieser Forst- und Holzevent, der sich vornehmlich an die Land- und Forstwirtschaft, die Jagd sowie den Garten- und Landschaftsbau und die Kommunalwirtschaft richtet, zum zweiten Mal in Niedersachsen statt. Veranstalter Harald Lambrü, der selbst in Hermannsburg wohnt und Forstwirtschaft betreibt, ließ bei der Eröffnung nicht unerwähnt, dass es von einigen Seiten Missfallen gegenüber der Messe gegeben habe. Und ob er sie, wie vorgesehen, auch 2012 durchführt, könne er erst nach Abschluss sagen. Er freue sich aber, dass gegenüber dem Debüt in 2011 mit 150 Ausstellern etwa 20 Prozent mehr dabei sind. „Der Mut der Aussteller ist sehr stark“, freute sich Lambrü. Dass die regionalen politischen Größen Lambrüs Engagement gutheißen, dürfte selbstverständlich sein.
 
Sowohl Hermannburgs Bürgermeister Axel Flader als auch der stellvertretende Landrat und CDU-Bundestagsabgeordnete Henning Otto sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Rolf Meyer sprachen dem gewieften Geschäftsmann ihren Dank aus. In der Forst-Szene ist Lambrü schon lange bekannt, veranstaltet er doch seit 12 Jahren jeweils Anfang April erfolgreich in Offenburg am Schwarzwald die Ausstellung „Forst live“. Es handelt sich dabei um eine auch international bedeutsame Forstmesse mit 250 Ausstellern, zu der regelmäßig 20.000 Besucher kommen.

Highlight für die Region

MdB Otto, der die Hermannsburger Ausstellung als Highlight für die waldreiche Region Celle bezeichnete, wies in seiner Ansprache auch auf die immense Bedeutung der deutschen Forstwirtschaft hin, die auf einen jährlichen Umsatz von 160 Mrd. € kommt und insgesamt mit nachgelagertem Bereich über 1,2 Mio. Arbeitsplätze verfügt. Zu den Ehrengästen gehörte erstmals auch der neu gewählte Präsident der Klosterkammer Hannover, Hans-Christian Biallas. Dessen Körperschaft bewirtschaftet 24.400 ha Wald mit einem jährlichen Einschlag von 160.000 Festmetern. Biallas, der mehrere Wahlperioden als CDU-Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag saß, sagte weiter, dass jeder vierte Klosterkammermitarbeiter mit der Forst zu tun habe.

Aussteller zufrieden

Trotz der widrigen Witterungsverhältnisse zeigten sich die Aussteller wenige Stunden nach Messebeginn durchaus zufrieden. Dietmar Buschmann von der Firma Döpik-Heizungsanlagen lobte die gezielten Fachanfragen. Arno Wittenburg vom Holzspalteranbieter Posch bezeichnete das Interesse an der Technik gut. Vertriebschef Hans-Jörg Damm von dem bayerischen Unternehmen Pflanzelt, das in der Forsttechnikbranche einen Namen hat, stellt erstmals in Hermnnsburg aus: „..., um den norddeutschen Markt zu erobern“, wie er sagte. Rund 9.000 Besucher Rundherum zufrieden zeigte sich nach Ausstellungsende doch Harald Lambrü. „ Mit rund 9.000 Besuchern haben wir 10 Prozent mehr als 2010. Die Aussteller führten nicht nur gute Gespräche, auch die Verkaufsabschlüsse stimmten. Im Ligna- und Agritechnica-freien Jahr 2012 findet die Forst live Nord auf jeden Fall wieder statt, wie gehabt am ersten Septemberwochenende.“ Er schließt nicht aus, auf einen anderen Platz zu wechseln. „Auf jeden Fall wieder in Hermannsburg.“
 
 
 
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