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Produktion und Förderung

Frühjahrsbestellung: Es geht los!

von , am
02.03.2011

Landauf, landab stehen Landwirte in den Startlöchern: Die Frühjahrsbestellung steht an. So sieht es auf den Feldern aus.

Die Ermittlung der im Herbst aufgenommenen Stickstoffmenge ist wichtig, um den Düngebedarf eines Winterraps-Bestandes im Frühjahr zu ermitteln. © Mühlhausen/landpixel
Im Rheinland hat das schneereiche oder nasskalte Wetter nicht ganz so lange angedauert wie in den vergangenen zwei Jahren, teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband mit. So können die rheinischen Landwirte angesichts des besser werdenden Wetters ihre Traktoren bereithalten - nicht nur um vielleicht den ein oder anderen Motiv- oder Prinzenwagen bei den zahlreichen Karnevalsumzügen im Lande zu ziehen, sondern auch um so langsam mit der Frühjahrsbestellung loszulegen.
Trotz der harten und langen Frostperiode seien erfreulicherweise nur in Einzelfällen Auswinterungsschäden festzustellen, berichtet der RLV weiter. Winterraps, Winterweizen und Wintergerste hätten die Kälte gut überstanden. Die Minustemperaturen lagen zumeist nicht in dem für die Kulturpflanzen kritischen Bereich. Außerdem hat die vielerorts dicke Schneedecke vor der Frosteinwirkung geschützt. Sollte das Wetter trocken bleiben, dürften die rheinischen Landwirte mit den Saatbeetvorbereitungen und der anschließenden Saat der ersten Sommerfrüchte wie Sommerweizen, Hafer, Ackerbohnen und Erbsen beginnen. Weiterhin steht im März die erste Düngergabe mit Mineraldünger, Gülle oder Stallmist auf dem Arbeitsplan der Bauern, um die Pflanzen zu Beginn der Vegetationsperiode mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen.
 

NRW/Münsterland: Keine schädigenden Kahlfröste

"Im Nordwesten, sowie im Süden Deutschlands waren die Temperaturen in den letzten zwei Wochen recht verhalten. Es gab zwar leichten Frost, aber wir hatten keine schädigenden Kahlfröste", berichtet Martin1977 aus dem Münsterland auf landlive.de. Er interessiert sich auch für die Situation in den neuen Bundesländern: "Dort gab es ja Temperaturen jenseits der minus 15 bis 20° Celsius. Der Weizen dürfte es wohl überlebt haben. Aber Raps und Gerste könnten doch stärker ausgewintert sein."

Sachsen: Fast 30 Prozent Umbruch beim Raps

landlive-User DerStorch rechnet damit, dass es in Gerste und Raps (vor allem spät gesätem Raps!) den einen oder anderen Umbruch geben wird. "Aber dramatisch ist es nach meinem Eindruck nicht. Die nächsten Wochen (Wechselfröste) werden dann endgültig entscheiden." Christian0815 berichtet: "Bei uns im Landkreis Bautzen/Dresden/Pirna und Kamenz wird wohl einiges an Raps umgebrochen. Vor ca. 3 Wochen nach der Schneeschmelze sah der Raps noch relativ gut aus, aber die letzten Wochen war keine Schneedecke vorhanden und es gab -19 Grad und bis heute noch teilweise Nachts bis zu -8. Ich werde beim Raps wohl fast 30 Prozent umbrechen." 
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