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Produktion und Förderung

Frühjahrsputz am Hof: So schützen sie sich vor Hantaviren

von , am
17.03.2015

Beim Frühjahrputz auf dem Betrieb besteht das Risiko, sich mit gefährlichen Hantaviren zu infizieren. Wie diese Viren übertragen werden und wie Sie sich davor schützen können, erfahren Sie hier.

Bei einer Infektion mit Hantaviren treten Fieber, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen auf. © Susanne Schmich/pixelio.de
Jetzt in der Frühlingszeit räumen die landwirtschaftlichen Betriebe ihre Scheunen, Ställe, oder Dachböden auf. Im aufwirbelnden Staub können sich für den Menschen gefährliche Viren verbergen. Es handelt sich dabei um Hantaviren, die sich in Kot oder Urin infizierter Mäuse und Ratten befinden und zusammen mit dem Staub eingeatmet werden können. So werden sie auf den Menschen übertragen und können gefährliche Infektionen auslösen.
 
Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) informiert, wie sie sich vor Hantaviren schützen können.

Tipps um Infektionen mit Hantaviren zu vermeiden

Bei den Reinigungs- und Aufräumarbeiten auf dem Hof wird es empfohlen:
      1. Geeignete Schutzkleidung: Korbbrille, Feinstaubmaske, Einweg- Overall sowie -handschuhe aus Nitril mit langem Schaft sowie geschlossene Schuhe, zu tragen.
      2. Den Schmutz vorher mit Wasser zu besprühen.
      3. Verwenden Sie keinen Staubsauger, da dieser Viren über die Abluft verteilt.
      4. Benetzen Sie Mäusekadaver und Exkremente mit Desinfektionsmitteln.
      5. Anschließend entsorgen Sie diese in einer Plastiktüte über den Hausmüll.
      6. Reinigen und desinfizieren Sie gründlich Ihre Hände nach der Arbeit.
      7. Nach der Aufräumungsarbeit sollten Sie die Wohnung mit verschmutzter Kleidung von draußen nicht betreten.

      Symptome bei einer Hantaviren-Infektion

      Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann man sich mit den Hantaviren infizieren. In diesem Fall verläuft die Infektion ähnlich einer Grippe mit Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In seltenen Fällen kann es zu Nierenschäden kommen. Wenn akute Krankheitssymptome auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen. In Deutschland werden die Viren hauptsächlich durch die Rötelmaus, Brand- beziehungsweise Gelbhalsmaus verbreitet.
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