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Produktion und Förderung

Futteröl: Dioxin-Verunreinigung stammt von Resten einer früheren Lieferung

von , am
07.03.2011

Wiesbaden - Vor einer Woche wurde in Hessen ein Fall von mit Dioxin verunreinigtem Futtermischöl gemeldet. Jetzt gibt das Verbraucherschutzministerium Entwarnung.

Nach dem Dioxin-Skandal bestraft die Bundesregierung Betrüger jetzt härter. © Mühlhausen/landpixel
"Die Gegenproben und weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Futterölmischung unter dem Grenzwert lag", so das Verbraucherschutzministerium Hessen. Die gemessene Dioxin-Belastung stammt aus Resten einer früheren Lieferung.

Keine Gesundheitsgefährdung dank geringer Einmischrate

Die weiteren Recherchen der amtlichen Futtermittelbehörde haben ergeben, dass die Dioxinbelastung auf eine Futtermischöllieferung aus Hessen vom 22. Dezember 2010 zurückzuführen ist. "Diese Mischung war wohl noch in Resten in den Silos vorhanden und hat zur Verunreinigung geführt", so ein Sprecher. Die Futtermischöllieferung vom 22. Dezember, die in Hessen ausschließlich für den einen Betrieb in Baden-Württemberg gemischt worden war, war mit 1,94 ng/kg belastet. Futteröle werden mit einer Rate von 3,8 Prozent eingemischt, so dass das daraus hergestellte Fertigfuttermittel auf Grund der geringen Einmischrate verkehrsfähig war. Eine Gesundheitsgefährdung von Mensch und Tier kann angesichts dieser Sachlage ausgeschlossen werden.

Vorsichtsmaßnahmen getroffen

In Hessen wird derzeit geprüft, welche Ausgangskomponenten des Futtermischöls für die Dioxinbelastung der Lieferung vom 22. Dezember 2010 ursächlich waren. Die möglicherweise betroffenen Unternehmen wurden bereits durch den Hersteller darüber informiert, eventuell noch vorhandene Restbestände nicht weiter zu verwenden. Die jeweils zuständigen Behörden der Futtermittelüberwachung wurden in Kenntnis gesetzt.

Dioxinwert bei holländischer Kakaobutterfettsäure unbedenklich

Die bereits beanstandete Kakaobutterfettsäure, die der hessische Hersteller aus Holland bezogen hatte, lag mit 2,02 ng/kg so geringfügig über dem zulässigen Dioxin-Grenzwert, dass die Gesamtbelastung des Öls aufgrund der Verdünnung mit anderen unbelasteten Ausgangskomponenten unproblematisch gewesen sei, so ein Sprecher aus Hessen.  
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