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Produktion und Förderung

Futterpreise sollten im Juni deutlich fallen

© agrar-press
von , am
03.06.2014

Seit März sind die Futterkosten erstmals seit über einem Jahr gestiegen. Nachdem die Preise im Mai fast unverändert waren, sollte Futter ab Juni wieder billiger werden. Grund sind die fallenden Getreidepreise.

Die EU-Kommission glaub nicht, dass die Schweinepreise in diesem Jahr das Niveau von 2014 erreichen. © agrar-press
Im März und im April 2014 sind die Futterkosten in der Tierproduktion erstmals seit 14 Monaten wieder moderat gestiegen - im Mai haben sich die Preise für Futtermittel kaum verändert. Für den Juni zeichnet sich jetzt mit den nach unten gerutschten Getreidepreisen und den rückläufigen Kosten für Eiweißfutter eine deutlichere Entlastung bei den Futterkosten ab.
 
Im vorigen Jahr (2013) waren die Futterkosten im Jahresverlauf um etwa 20 Prozent (Schwein) bis 25 Prozent (Rind) gefallen. Ursache für den leichten Preisanstieg im Frühjahr 2014 waren sowohl die wieder steigenden Preise für Getreide als auch das sich erneut verteuernde Eiweißfutter.

Futter trotz Preisanstiegs im Frühjahr billiger als 2013

Trotz des moderaten Preisanstiegs zum Jahresbeginn mussten Landwirte Anfang 2014 deutlich weniger Geld für Futtermittel ausgeben als zwölf Monate zuvor. Das lassen die aktuellen Daten der EU-Kommission für die wichtigsten in der EU selbst erzeugten und importierten Futtermittel erkennen.
 
Demnach waren die Futterkosten in der europäischen Schweinemast im April 2014 rund 14 Prozent (%) niedriger als zwölf Monate zuvor. In Deutschland mussten die Schweinemäster zu diesem Zeitpunkt 13 % weniger für Futter ausgeben als im April 2013. Gleichzeitig waren die Futterkosten in Deutschland in der Schweinemast rund sechs Prozent niedriger als im Durchschnitt der EU.
 
In der spezialisierten Rindermast lagen die EU-Futterkosten im April 2014 rund zwölf Prozent unter dem Niveau des Vorjahres und in der Geflügelmast kostet Futter nach den Berechnungen EU-Kommission elf Prozent weniger.

Futterpreise sollten im Juni deutlich fallen

Der erwartete Preisrückgang für Juni hängt mit den fallenden Getreidepreisen zusammen. Im April kostete der Futterweizen nach den Daten der EU-Kommission 18 % weniger als im Vorjahr, die Preise für Futtergerste waren 20 % niedriger und Körnermais war zu diesem Zeitpunkt am EU-Binnenmarkt rund 18 % billiger. Die Preise für importierten Mais lagen nach den Angaben der Kommission im April 2014 sogar 28 % unter dem Niveau des Vorjahres.
 
Im Mai haben die Getreidepreise am Binnenmarkt nachgegeben und waren im Import (Mais) stabil, so die Futterkosten im Juni deutlich nachgeben dürften.

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