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Kosten für Gas

Gaspreise stürzen ab – 8,2 Cent sind neuer Tiefstand

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am Dienstag, 27.12.2022 - 13:25 (1 Kommentar)

Die Gaspreise fallen am Spotmarkt auf 82 Euro je MWh bzw. 8,2 Cent je kWh. Das ist der niedrigste Stand seit über einem halben Jahr. Gegenüber der Vorwoche hat sich Gas damit um 22 % verbilligt und seit Mitte Dezember beträgt der Rückgang rund 50 %.

Gaspreise fallen.

Ursachen für den Preissturz sind das deutlich wärmere Winterwetter und die wieder wachsenden Speicherstände in Deutschland und Europa. „Deutschland speichert seit fünf Tagen wieder Gas ein“, sagt der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller am Dienstag. „Das milde Wetter, damit niedrigere Verbräuche, mehr Windenergie, damit weniger Gasverstromung und geringere Exporte nach Frankreich haben uns geholfen.“

Nach den Daten des europäischen Speicherverbands GIE stieg der Speicherstand vom Sonntag zum Montag um 0,38 Prozent an. Seit voriger Woche Donnerstag hat Deutschland damit kein Gas mehr ausgespeichert. Die Speicher in Deutschland waren am 25. Dezember zu 88,2 % gefüllt, und der EU-Durchschnitt lag bei 83,1 % und damit über dem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt.

In den meisten anderen EU-Ländern war der Trend ähnlich. Gleichzeitig waren die Lieferungen aus Russland über die Ukraine stabil und die Wettervorhersagen deuten auf normale bis überdurchschnittliche Temperaturen bis Anfang Januar hin, sagen Marktbeobachter.

Gaspreise fallen um 50 % seit Mitte Dezember

Die Erdgaspreise fallen im laufenden Handel am Dienstag (27.12) weiter und notieren bei 82 Euro je MWh (8,2 Cent je kWh). Das sind nochmals 20 Euro weniger als vor einer Woche. Gleichzeitig sind das die niedrigsten Gaspreise seit Anfang Juni – also seit 7 Monaten. Gegenüber den Gaspreisen von Mitte Dezember (152 Euro) beträgt der Preisrückgang fast 50 %.

Für Verbraucher sieht die Lage komplett anders aus: Gasneukunden zahlten Ende Dezember an ihre Versorger im Schnitt 16,4 Cent je KWh und Bestandskunden mussten 13,6 Cent auf den Tisch blättern, sagt das Vergleichsportal Verivox.

Das ist zwar deutlich weniger als im November, als die Neukundenpreise bei 21 Cent lagen, jedoch mehr als doppelt so viel wie im vorigen Jahr. Damals mussten die Neukunden 7,3 Cent zahlen und Bestandskunden gerade einmal 4,8 Cent. Und ab Januar 2023 sollen die Preise für die meisten Gaskunden weiter steigen. Das zeigen jedenfalls die Ankündigungen vieler Versorger.

Die Gaspreisbremse der Bundesregierung deckelt den Gaspreis für Verbraucher ab Januar für 80 % des Grundbedarfs bei 12 Cent. In Regionen, in denen die Grundversorgung günstiger ist als die Sondertarife, sollten Strom- und Gaskunden deshalb überlegen, sich in die Grundversorgung fallen zu lassen, sagen Verbraucherschützer.

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