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Steuer und Finanzen

Gewinn Haupterwerbsbetriebe: 63.380 Euro im Schnitt

von , am
08.06.2015

Die Gewinne je Unternehmen stiegen im zurückliegenden Wirtschaftsjahr um rund 1,4 Prozent auf 63.380 Euro. Als Ursachen werden gute Erlöse bei der Milch und geringere Aufwendungen für Futtermittel angegeben.

Infolge tendenziell günstiger Marktentwicklungen im Zeitraum der Wirtschaftsjahre 2010/11 bis 2013/14 gab es - anders als in den Jahren davor - nur positive Einkommensänderungen. © Mühlhausen/landpixel
In der Landwirtschaft sind jährliche Einkommensschwankungen nicht ungewöhnlich. Witterungseinflüsse und Schwankungen der Erzeuger - und Betriebsmittelpreise sind die wesentlichen Ursachen, schreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in ihrem aktuellen Agrarpolitischen Bericht. Dies zeigen auch die Unternehmensergebnisse der Haupterwerbsbetriebe, die im landwirtschaftlichen Sektor die wirtschaftlich bedeutendste Gruppe darstellen. Infolge tendenziell günstiger Marktentwicklungen im Zeitraum der Wirtschaftsjahre 2010/11 bis 2013/14 gab es - anders als in den Jahren davor - nur positive Einkommensänderungen. Im zurückliegenden Wirtschaftsjahr 2013/14 erhöhte sich der Gewinn gegenüber dem Vorjahr noch einmal im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe um 2,4 Prozent auf 36.390 Euro je Arbeitskraft. Die Gewinne je Unternehmen stiegen um rund 1,4 Prozent auf 63.380 Euro.
 

Seit 2002 geht die Gewinentwicklung bergauf

© BMELV
Je nach betriebswirtschaftlicher Ausrichtung und vorhandenen Produktionskapazitäten beeinflussen sie mehr oder weniger stark die Ergebnisse in den verschiedenen Betriebsformen. Zur positiven Entwicklung der Ertragslage trugen vor allem die höheren Erlöse für Milch sowie die geringeren Aufwendungen für Futtermittel bei. Negativ schlugen die niedrigeren Erlöse für Getreide, Zucht - und Schlachtrinder zu Buche. Vergleicht man die Gewinne aus dem Jahr 2013/2014 mit denen von 2002/2003, zeigt sich eine deutlich positive Entwicklung. Denn damals mussten Unternehmen mit einem Gewinn von  34.517 Euro zurechtkommen. Den stärksten Gewinneinbruch mussten die Landwirte in 2008/2009 verkraften.
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