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Einkommensteuer

Gewinnglättung wird Landwirtschaft um 450 Millionen entlasten

Einkommensteuererklärung
am Montag, 10.02.2020 - 09:18 (Jetzt kommentieren)

Die steuerliche Gewinnglättung wird die Landwirtschaft um 450 Millionen Euro entlasten, schätzt die Bundesregierung.

Die dreijährige Gewinnglättung war im November 2019 vom Bundestag beschlossen worden. Sie gilt für die Jahre 2014 bis 2022. Für den gesamten Zeitraum rechnet der Bund nun mit einem Steuerausfall in Höhe von 450 Mio Euro aus der Land- und Forstwirtschaft.

Erstmals kann die Gewinnglättung für den Veranlagungszeitraum 2016 angewandt werden für die Jahre 2014 bis 2016. Um die Umsetzung zu gewährleisten, wurde der Veranlagungszeitraum 2016 unter dem Vorbehalt der Nachprüfung festgesetzt. Auf Antrag der Steuerpflichtigen können Einkommensteuerbescheide 2016 daher geändert und bei Vorliegen der Voraussetzungen eine Tarifermäßigung nach § 32 c Absatz 1 Satz 1 EStG gewährt werden.

Tipp: Um negative Steuereffekte zu vermeiden, sollten Sie sich steuerlich beraten lassen, bevor Sie den Antrag stellen.

Ursprünglich war die Gewinnglättung sogar bereits Ende 2016 vom Bund verabschiedet worden, um den Bauern in der damaligen Marktkrise zu helfen. Ziel war, möglichst schnell Liquidität auf die Betriebe zu bringen. Auf Druck der EU-Kommission musste die Regelung jedoch überarbeitet werden, was zu einer deutlichen Verzögerung führte.

Zahl der Steuerpflichtigen deutlich rückläufig

Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion ferner mitteilt, ist die Zahl der Steuerpflichtigen mit überwiegenden Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft im Zeitraum 2010 bis 2015 um 12.600 zurückgegangen, und zwar von 141.324 auf 128.724.

Die Zahl der Steuerpflichtigen mit ausschließlichen Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft nahm in diesem Zeitraum von 33.894 auf 27.479 ab. An Einkommenssteuer leisteten diese 2015 insgesamt 108,4 Mio Euro, im Mittel 3.940 Euro.

Die Steuerpflichtigen mit überwiegenden Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft brachten es im selben Jahr bei der Einkommenssteuer auf ein Gesamtaufkommen von 1,645 Mrd Euro; im Schnitt waren das gut 9.000 Euro.

Mit Material von AgE

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