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Produktion und Förderung

Greening: 2 wichtige Punkte haben sich geändert

© agrar-press
von , am
05.08.2015

Eine Kompensationsregel und die nachträgliche (Selbst-)Berichtigung des Sammelantrags auf EU-Direktzahlungen sollen künftig die Umsetzung des Greenings erleichtern.

Landwirten haben nunmehr die Möglichkeit einer nachträglichen und sanktionsfreien Antragsberichtigung bei den Zwischenfrüchten und Grasuntersaaten auf Ökologischen Vorrangflächen. © Mühlhausen/landpixel
Der Deutsche Bauernverband (DBV) weist auf kleine Anpassungen in der Umsetzung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik hin. Diese sind das Ergebnis einer ersten Vereinfachungsinitiative von EU-Agrarkommissar Phil Hogan im Mai 2015. Zwei der insgesamt sechs Änderungen in Leitlinien der EU-Kommission sind für Deutschland relevant:
 

Das ist neu

  1. Die erste Flexibilisierung betrifft die sogenannten Vor-Ort-Kontrollen von sogenannten Ökologischen Vorrangflächen bei den Landwirten. Durch eine neu eingeführte Kompensationsregel wird es ermöglicht, ursprünglich beantragte Ökologische Vorrangflächen durch andere geeignete Flächen zu ersetzen. 
  2. Eine weitere Erleichterung betrifft eine nachträgliche (Selbst-)Berichtigung des Sammelantrags auf EU-Direktzahlungen bei den Zwischenfrüchten und den Grasuntersaaten auf Ökologischen Vorrangflächen durch eine schriftliche Mitteilung der Landwirte bei der entsprechenden Behörde. Der Deutsche Bauernverband hebt in diesem Zusammenhang positiv hervor, dass hier die Landwirtschaftsministerien in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern in den vergangenen Tagen vorangegangen sind und den Landwirten nunmehr die Möglichkeit einer nachträglichen und sanktionsfreien Antragsberichtigung bei den Zwischenfrüchten und Grasuntersaaten auf Ökologischen Vorrangflächen einräumen.
Der DBV weist darauf hin, dass die EU-Kommission diesen Punkt bisher nicht offiziell bestätigt hat.
 
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