Login
Produktion und Förderung

Greening: Grüne Agrarminister fordern Pestizidverbot

© Mühlhausen/landpixel
von , am
18.12.2013

Der EU-Agrarminister Ciolos sprach sich vor kurzem gegen den Einsatz von Pestiziden auf Greeningflächen aus. Die grünen Agrarminister fordern jetzt in einem Brief an die Entscheider ein deutliches Verbot.

Greenwashing statt Greening? Gehören Pestizide und synthetischer Dünger auf ökologischen Vorrangflächen? © Catrin Hahn
In einem Brief an EU-Agrarkommissar Ciolos und den neuen Bundes-Agrarminister Friedrich fordern Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (Rheinland-Pfalz) und ihre Kollegen Alexander Bonde (Baden-Württemberg), Robert Habeck (Schleswig-Holstein), Christian Meyer (Niedersachsen) und Johannes Remmel (Nordrhein-Westfalen) ein Verbot von Pestiziden auf ökologischen Vorrangflächen. Die fünf Landesminister bestärken EU-Kommissar Ciolos, der sich bereits gegen Pflanzenschutzmittel und synthetischen Dünger auf allen ökologischen Vorrangflächen ausgesprochen hat.
 
Es könne nicht angehen, dass Pestizide generell auf den ökologischen Vorrangflächen erlaubt und auch noch mit Steuergeldern gefördert würden, erklären die fünf Minister. Eine Nutzung der Pflanzen, die auf diesen Vorrangflächen wachsen, soll nach Vorstellung der Minister erlaubt werden - zum Beispiel für die extensive Schaf- und Ziegenhaltung oder zur Energieerzeugung.
 

Heideflächen und Junglandwirte fördern

Die Minister fordern zudem, eine Kürzung der Förderung von Ökobetrieben nicht zuzulassen. Beim Dauergrünland müsse die neue Regelung für die künftigen Direktzahlungen so umgesetzt werden, dass neben Heideflächen auch stark verbuschte Flächen, die extensiv beweidet werden könnten, in die Förderung einbezogen werden. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist den grünen Agrarministern die Gestaltung der Junglandwirteförderung. Hier müsse die Möglichkeit bestehen, dass Junglandwirte auch dann gefördert werden, wenn sie sich nicht als Alleinunternehmer, sondern beispielsweise gemeinsam mit den Eltern, niederlassen.
 
Auch interessant