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Produktion und Förderung

Die Hälfte bewirtschaften im Nebenerwerb

von , am
11.10.2012

Bonn - Mehr als die Hälfte der Bauernhöfe in Deutschland wird im Nebenerwerb bewirtschaftet und die Betriebsleiter gehen zum Beispiel einem anderen Beruf nach.

Es handelt sich zwar um eine Studie zum Ende der Milchkontingentierung in der Schweiz 2009. Doch Experten sehen Erkenntnisse für den EU-Milchmarkt. © Mühlhausen/landpixel
Nach Rechtsformen betrachtet dominieren nach RLV-Angaben die landwirtschaftlichen Einzelunternehmen (überwiegend Familienbetriebe) mit einem Anteil von rund 91 Prozent, gefolgt von den Personengesellschaften und juristischen Personen mit einem Anteil von sieben Prozent beziehungsweise knapp zwei Prozent.
 
Die beiden letztgenannten Rechtsformen bewirtschafteten aber über insgesamt 33 Prozent der Flächen, hebt der RLV hervor. Sie hätten vor allem in den neuen Ländern große Bedeutung.

Vielfältige Erwerbsformen

Wie der RLV weiter mitteilt, könnten die landwirtschaftlichen Einzelunternehmen auch nach ihrem Erwerbscharakter unterschieden werden. Die so genannten Haupterwerbsbetriebe bezögen mehr als 50 Prozent ihres Einkommens aus dem landwirtschaftlichen Betrieb, die Nebenerwerbsbetriebe weniger als 50 Prozent. Nach dieser Definition seien Neben- und Haupterwerbsbetriebe in Deutschland zahlenmäßig gleich stark und machten jeweils genau die Hälfte aller Einzelunternehmen aus.

Mehr als ein Hobby

In Baden-Württemberg, Hessen, Saarland und Sachsen würden über 60 Prozent der Einzelunternehmen im Nebenerwerb geführt. Diese Länder lägen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 50 Prozent. Die Nebenerwerbsbetriebe sind nach RLV-Angaben für die Agrarstruktur in Deutschland von großer Bedeutung. Der Nebenerwerb könne sowohl Übergangsstadium als auch stabile Form einzelbetrieblicher Entwicklungen sein. Mit einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 21 Hektar würden rund 26 Prozent der von Einzelunternehmen bewirtschafteten LF von Nebenerwerbsbetrieben bewirtschaftet.
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