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Produktion und Förderung

Harnstoff/Spotmärkte: Kein Preisanstieg in Sicht

von , am
25.07.2013

Die internationalen Spotmarktpreise für Harnstoff sind im Juni den vierten Monat in Folge gefallen. An hiesigen Importhäfen wurde Harnstoff zwischenzeitlich teurer, zur Monatsmitte aber sank der Preis wieder.

Wieviel kostet die Tonne Harnstoff im Vergleich zu anderen Düngern? © Mühlhausen/landpixel
Die Preise für Harnstoff sind an den internationalen Spotmärkten von Februar bis Juni um fast 25 Prozent (knapp 100 US-Dollar je Tonne) gefallen.

Im Juli schienen sich die Preise zunächst einmal auf dem deutlich ermäßigten Niveau zu stabilisieren. Ein erneuter Preisanstieg ist auf internationaler Ebene bislang jedoch nicht in Sicht.
 
Dafür sorgt nicht zuletzt das kräftig gewachsene Angebot aus China, für das von Juli bis Oktober außerdem deutlich niedrigere Exportzölle von nur noch zwei Prozent gelten. Darüber hinaus nehmen weitere Produktionsanlagen in Algerien und den Vereinigten Arabische Emiraten die Produktion auf.

China und Iran bestimmen die Preise

Bestimmt wird die internationale Preisentwicklung derzeit von China und dem Iran. In China haben die wachsenden Lagerbestände an den Exporthäfen bereits vor der Senkung der Exportzölle für Preisdruck gesorgt. Allerdings sind nach Einschätzung mancher Analysten die derzeitigen Exportpreise sogar für die chinesischen Hersteller zu niedrig, um die Produktionskosten zu decken.

Preise auch in Deutschland unter Druck

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
An den deutschen Importhäfen haben die Spotmarktpreise für Harnstoff im Juni ebenfalls kräftig nachgebegeben. Anfang Juli war dann ein zwischenzeitlicher Anstieg der Preise zu beobachten. Mitte des Monats gaben die Harnstoffpreise jedoch wieder deutlich nach.
 
Schaut man auf die internationalen Spotmärkte und die dortige Preisentwicklung, gibt es für einen Preisanstieg derzeit auch keinen Grund. 

Die ausführliche Meldung finden Sie in unserem Marktkompass ...
 
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