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Heizöl kaufen

Heizölpreise stürzen ab – alte Tiefpreise fast erreicht

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am Donnerstag, 05.01.2023 - 11:47 (Jetzt kommentieren)

Die Heizölpreise fallen drastisch. Grund ist der Absturz der Rohölpreise und der Gasölpreise. Seit dem Jahreswechsel ging es um rund 8 % oder 10 Euro je 100 Liter nach unten. Ein guter Zeitpunkt zum Nachkaufen, glauben viele Beobachter. Aber die Preise könnten auch noch weiter fallen.

heizölpreise aktuell.

Am Donnerstagmorgen (05.01.) kostete Heizöl im Bundesmittel gut 120 Euro je 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson. Das sind reichlich 4 Euro weniger als am Vortag und rund 10 Euro weniger als kurz vor dem Jahreswechsel. Der letzte Tiefpunkt der Heizölpreise von Mitte Dezember, ist fast wieder erreicht. „Der Preisabgang läuft und ein neues „Tankfenster“ öffnet wieder - mit weiteren Abwärtsmöglichkeiten“, sagen die Spezialisten von Tecson.

Das letzte Preistief hatte einen regelrechten Kaufrausch bei den Heizölkunden ausgelöst. Zum Jahresbeginn war die Kaufaktivität hingegen sehr schwach gewesen, berichten die großen Heizölportale. Die Kaufaktivität der Heizölkunden war für den Wintermonat Januar zuletzt sogar "untypisch niedrig", heißt es weiter. Neben dem vorausgegangenen Preisanstieg drosselten zuletzt aber auch die sehr milden Temperaturen in Deutschland den Heizölverbrauch und die Nachfrage. Mit Januar und Februar liegen nun aber die Monate mit dem höchsten Heizwärmebedarf noch vor uns, auch wenn es keine Kältewelle mit Minusgraden mehr geben sollte.

An den Terminmärkten sind die Preise Rohöl und für Gasöl – trotz der relativen Knappheit – am Mittwoch jedenfalls drastisch gefallen. Die Gasölpreise – das ist das wichtigste Vorprodukt für Heizöl und Diesel – gingen am Mittwoch am Terminmarkt von 900 USD je Tonne auf 843 USD steil nach unten: Ein Minus von 60 USD je Tonne. Die Preise für Rohöl der Sorte Brent brachen von 82,10 USD je Barrel auf 77,8 USD je Barrel ein.

Russisches Ural-Rohöl wurde am Mittwoch nur noch mit knapp 50 USD pro Barrel gehandelt. Das war ein Preisrutsch von 6 USD  bzw. mehr als 10 % an einem Tag. Am heutigen Donnerstag beginnt der vorbörsliche Handel bei Gasöl und Rohöl – nach dem Preissturz von Mittwoch – zunächst im Plus.

Kaufaktivität nimmt zu – Preisunterschiede werden größer

heizölpreise.

Die Kaufaktivität der Heizölkunden hat am Mittwoch und vor allem am Donnertag wieder spürbar zugenommen, berichten die Händler einhellig, auch wenn der Umsatz bei weitem nicht so groß ist, wie Mitte Dezember. Dabei haben sich die regionalen Preisunterschiede zuletzt – trotz insgesamt rückläufiger Preise – sogar vergrößert, zeigen die Daten aus den Regionen (siehe Grafik).

Heute (05.01) liegen zwischen den teuersten (Bremen) und dem billigsten Bundesland (Nordrhein-Westfalen) fast 25 Euro je 100 Liter Differenz. Bei einem Einkauf von 3000 Litern Heizöl, macht das immerhin einen Preisunterschied von 750 Euro.

Am billigsten ist Heizöl heute in Nordrhein-Westfalen, Bayern sowie in Rheinland-Pfalz. In Bremen, Berlin und Niedersachsen kostet Heizöl heute am meisten. Am Donnerstagvormittag (05.10) lagen die Heizölpreise in Nordrhein-Westfalen nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil bei 110 Euro je 100 Liter und damit 7 Euro niedriger als vor dem Jahreswechsel. In Rheinland-Pfalz müssen die Verbraucher heute 113 Euro zahlen und damit 11 Euro weniger als vor dem Jahreswechsel.

Am teuersten war Heizöl heute in Bremen mit 123 Euro – das waren trotzdem 17 Euro weniger als vor dem Jahreswechsel. In Niedersachsen lagen die Preisforderungen am Donnerstagmorgen ebenfalls bei 123 Euro je 100 Liter und damit 9 Euro niedriger als Ende 2022.

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